Diese Woche steht mit der SPIEL ’19 respektive der internationalen Spielmesse das nächste Groß-Event an.
Nachdem Paradox sowie Modiphius viele neue Produkte und Spiele für die Welt der Dunkelheit respektive Vampire: Die Maskerade ankündigt, lohnt sich die SPIEL dieses Jahr besonders.
Mit diesem Artikel mag ich eine kleine Übersicht bieten, was ihr wo finden könnt. Inklusive einer kleinen Karte.
Zunächst kommen wir dazu, wer wo präsent sein wird:
Wie Cyanide mit dem Publisher BigBen auf der PDXcon 2019 verkündeten, wird 2021 ein neues Videospiel für Vampire: Die Maskerade erscheinen.
Als Titel trägt es den bedeutungsschweren Begriff „Swangsong“ also „Schwanengesang“.
Ob es sich hierbei um ein klassisches Schwanenlied handelt, oder es mehr ein Thema eines Charakter oder einer Stadt wird, wird sich noch zeigen.
Soweit gibt es zunächst nur diese Graphik zu bewundern:
Mit einem Facebook Post hat BigBen bereits ein wenig Licht auf den Inhalt des vampirischen Schwanengesang geworfen:
Aktuelle Ereignisse hat die Gesellschaft der Blutsverwandten, Kindred dazu gebracht die Frage, wie die eigene Existenz in den Nächten der Modernen zu schützen ist, zu überdenken. Während die Camarilla sich in sich zurückzieht, ziehen unbekannte Bedrohungen am Horizont auf, welche den Elfenbeinturm zum Einsturz bringen könnten.
Wirke durch die miteinander verflochtenen Geschichten von 3 Vampiren, die unterschiedlichen Clans der Camarilla angehören, stelle dich ihren Vorurteile und entwirre Fakt von Fiktion. Bewege dich durch geflüsterte Verschwörungen, Mord und Machtkämpfen. Schütze deinen Clan, entdecke die Wahrheit, und beschütze die Maskerade mit allen Mitteln!
Hinsichtlich des Spielstil wurde noch nicht sehr viel verraten.
Allerdings lohnt sich wohl ein Blick auf das Spiel The Council von Cyanide. Hierbei erforscht man eine verzweigte Geschichte in dem man Örtlichkeiten in einer 3D-Umgebung erkundet und sich in tief verzweigte Dialoge mit anderen Charakteren begibt. Wobei das Spiel mit unterschiedlichen Fertigkeiten der Hauptfigur auch Rollenspiel-Elemente aufweist.
Als Referenz, sollte man The Council nicht kennen, würde ich noch Man of Medan und Long Live The Queen nennen. Ersteres mit komplexeren Dialogen und letzteres mit einer 3D-Umgebung.
Diesen Freitag (18.10) startet die PDXcon 2019 im Funkhaus in Berlin.
Die drei Tage andauernde Convention von Paradox Interactive bietet nicht nur reichlich News zu den Videospielen des Publishers, sondern auch rund um die Welt der Dunkelheit, Vampire: Die Maskerade und Werwolf: Die Apocalypse!
Zudem werden sowohl die Community Mangerin Jenny Lux, als auch ich, alle drei Tage zugegen sein, und Pen & Paper Runden für Vampire: Die Maskerade in der 5. Edition anbieten.
Mittlerweile gibt es für die PDXcon 2019 ein Programm sowie Ankündigungen, welche ich hier vorstellen mag.
Ankündigungen
Werewolf: The Apocalypse Earthblood
Nachdem es, seit dem Wechsel des Spiels von Focus Home Interactive hin zu Big Ben, eine lange Zeit ohne richtige Informationen gab, haben manche schon befürchtet, dass das Spiel ähnlich wie The Heart of Gaia still eingegangen sei.
Allerdings haben sich die Werwölfe mit einem lauten Ruf und einem etwa 6 sekündigen Trailer zurück gemeldet:
Auf der PDXcon 2019 wird es wohl weitere, meiner Hoffnung nach erste richtige, Einblicke in das Spiel geben, welches von Journalisten als „Action Brawler“ charakterisiert wurde.
Zumal der gezeigte Teaser den Besuch der PDXcon anregen soll. Es wäre etwas schlapp, erst die Leute hin zu locken, und dann nichts weiter zu sagen.
Ich werde nicht lügen und behaupten das mir eine Hands-On Demo von Bloodlines 2 nicht besser gefallen hätte, bin jedoch von der Aussicht auf das antesten von den New Yorker Klüngeleien sehr begeistert und werde versuchen meine Griffel dran zu bekommen.
Zumal man ebenso mit den Machern von Coteries of New York reden kann.
Programm
Das eigentliche Fleisch bei einer Convention, ist dass gebotene Programm. Die PDXcon erstreckt sich zwar über 3 Tage, allerdings haben nur die Kaiser (Emperors) Zugang zu allen Tagen, die Könige (Kings) zum Samstag und Sonntag und der Rest muss sich mit dem Samstag begnügen. Was erklärt weshalb der Samstag vollgepackt wurde, gefolgt vom Sonntag.
Wenn ihr euch überlegt „Uhm, also 75€ sind etwas viel“, es gibt hierbei immerhin die normale Edition von Bloodlines 2 gratis in der Form eines Steam-Code geschenkt. Was theoretisch den Netto-Preis auf 15,01€ drückt.
Freitag
Der Freitag lässt sich recht gemächlich an.
Man erhält die Möglichkeit Demos verschiedener Spiele auszuprobieren, kann sich für Rollenspielrunden melden und zum Abschluss gibt es eine große VIP-Party.
Samstag
Der Samstag, ist der Haupttag der Convention und bietet reichlich Beschäftigung für World of Darkness und Paradox Fans:
10:00 – 1 1/2 Stunden – PDXcon Announcement Show
Bei der Paradox Interactive „Ankündigungsshow“ erfährt man die Neuigkeiten, welche einen erwarten und die aktuellen Produkte die man betrachten kann. .
Der Fokus wird hierbei vermutlich nicht auf der Welt der Dunkelheit liegen, allerdings könnte es durchaus Neuigkeiten geben. Das heißt, Enthüllungen oder sogar neue Spiele. .
Wann wird es eine 5. Edition von Werwolf: Die Apokalypse geben?
Wird es weitere Computer-Rollenspiele in der Welt der Dunkelheit geben?
Dies ist das Panel, in dem ich eine derartige Ankündigung erwarte. .
11:30 – 1/2 Stunde – New Titles from PDS
Nach der Keynote kann man sich hier den Hype zu einem neuen Titel abholen gehen. .
Wenn ich die Vorberichterstattung richtig deute, wird es hierbei ein Strategie-Titel jenseits der Welt der Dunkelheit sein dessen Name nicht „Victoria 3“ ist. .
13:30 – 1/2 Stunde – The 30 hour Punch
Hierbei handelt es sich um ein Panel über die Herausforderung Kämpfe in Bloodlines 2 interessant zu halten. .
Ein spannendes Thema, auch wenn ich ein Panel zu dem Aspekt wie Hardsuit Labs mit Crunch Time umgeht noch spannender gefunden hätte. .
15:30 – 1 Stunde – The World of Darkness Lifestyle
In diesem Panel, an dem sich die Zuschauer beteiligen können, wird darüber diskutiert und philosophiert wie sich die Welt der Dunkelheit auf das Leben auswirkt. .
Für das Panel hat man mit Jason Carl, Dhaunae de Vir und Matthew Dawkins eine hochkarätige Besetzung gefunden. .
16:30 – 1/2 Stunde – The World of Darkness
Hierbei erzählt der „World of Darkness Brand Manager“ welche Entwicklungen anstehen! .
Ein super spannendes Panel, auch weil ich gespannt bin wer der Brand Manager ist. Nachdem Tobias Paradox verlassen hatte, übernahm Shams Jorjani. Ob er es weiterhin ist?
Natürlich ist auch der weitere Plan spannend! .
17:00 – 1/2 Stunde – Bloodlines 2 Update
Brian Mitsoda, Florian Schwarzer und Andy Kipling geben die neusten Neuigkeiten zu Bloodlines 2 bekannt! .
Ein weiteres „muss“ Panel. Finde ich. .
17:30 – 1/2 Stunde – A Meaningful Dialogue
Hardsuit Labs sprechen über die Herausforderung Gesichter zu animieren. Ein Aspekt, welcher beim Trailer durchaus kritisiert wurde. Das heißt, dass die Gesichter wenig ausdrucksvoll waren. .
Ich bin gespannt ob es nun „so ist“ oder ob sich da noch was ändert. .
18:30 – 1 Stunde – Late on Main Street
Hardsuit Labs spricht darüber, wie sie Seattle als Spielfläche und Setting für Bloodlines 2 nutzten und transformierten. .
Etwas das ich durchaus spannend finde.
Zumal ich vielleicht irgendwann mal nach Seattle fliege.
Wie man sieht, ist der Samstag proppevoll mit Bloodlines 2 und World of Darkness Göttlichkeit. Wobei ich vermute, dass ein paar der TBA-Punkte vielleicht noch WoD-Goodies beinhalten könnten.
Sonntag
Der Sonntag lässt sich deutlich ruhiger an, neben dem Megagames gibt es hauptsächlich zwei interessante Programmpunkte:
11:00 – 1 Stunde – Bloodlines 2 Meet & Greet
Der Name sagt es schon. Man kann das Entwicklerteam treffen und in einem passenden Setting tiefgreifende Detail-Fragen stellen. .
16:00 – 1 Stunde – Bloodlines 2 QnA with the Team
Eine weitere Fragerunde rund um Bloodlines 2.
Verbergen sich unter den TBA-Punkten Gespräche mit Draw Distance oder BigBen? Wir erfahren es am Sonntag.
Allgemeines Programm
Während der Tage wird, nach meinem Kenntnisstand, folgendes angeboten:
Rollenspiel: Vampire: Die Maskerade 5. Edition
Die Runden sollten zwischen 1 1/2 bis 2 Stunden dauern. .
Kartenspiel: Vampire: The Eternal Struggle
Wenn man das Spiel ausprobieren will, sollte man dies auf der PDXcon 2019 ausprobieren können. .
Brett-/Kartenspiel: Vampire: The Masquerade – Vendetta
Man kann das neue Brett-/ bzw. Kartenspiel in Demo-Sessions ausprobieren. .
Mega Brettspiel: Vampire: The Masquerade – Bloodfeud
Everything Epic Games nutzt die PDXcon 2019 um ihr Spiel Blood Feud zu zeigen.
Mit der kommenden PDXcon sowie SPIEL Messe werde ich die nächsten paar Wochen weniger zum bloggen kommen. Es gibt allerdings V:TES Neuigkeiten die dennoch dringend geteilt gehören.
Zunächst gibt es während der SPIEL 2019 Samstags ein Mitternachtsturnier!
Der Turnierort ist mit etwa 15 Auto-Minuten nicht allzuweit von dem Messegelände entfernt, und sollte ich mich rechtzeitig von der Messe lösen können, werde ich hinfahren. Hinsichtlich der Karten kann man eigene Decks mitbringen.
Daneben lädt zum 2 November, also eine Woche später, die Domäne Magdeburg zum Autumn Ball 2019:
Das Turnier in Magdeburg ist für mich, direkt nach Berlin und Essen, mit 6 Stunden fahrt, wahrscheinlich zu weit entfernt. Dennoch liebäugle ich mit dem Gedanken hin zu fahren.
Die Begeisterung meinerseits kommt auch daher, dass ich gleich zwei Unboxings gemacht habe, und mich an neuen Karten erfreute.
Zunächst habe ich die 25th Anniversary Edition, die erste Anthology sowie einige Tokens aus den Fängen ihres Paket befreit:
Zwar bin ich mit Begeisterung dabei, allerdings handelt es sich bei dem Deck nicht um eins das auf direkten Bleed aus ist, sondern primär um ein politisches Gangrel-Deck.
Ich erzähle nicht ganz soviel Stuss zu den Camarilla Decks als wie zu dem Anthologie-Deck, allerdings empfehle ich für einen kompetenten Einblick die Artikel-Serie von Black Chantry:
Die Artikel geben eine brilliante Einsicht darin, was die Decks machen, erklären wie man sie effektiv spielen kann, und wie man aus zwei Decks ein Turniertaugliches schaffen kann.
Die Idee hinter dem Inktober (Tinten-Oktober), ist das man jeden Tag ein eigenes Werk zu einem der Stichpunkte anfertigt, und unter dem Hashtag #VTMInktober teilt, auf Instagram zudem mit einem @Sterrenschijnsel.
Ursprünglich ist der Inktober eine „Art Challenge“ die sich in erster Linie an Zeichner richtet. Ich persönlich fände jedoch auch andere Beiträge in anderer Form zu den Themen interessant.
Das heißt Videos, Text-Beiträge, Musikstücke, Nähereien, Kostümstücke und alle weiteren Werke zu denen ihr euch inspiriert fühlt.
Ich persönlich, werde versuchen einen kleinen Blog-Beitrag zu dem jeweiligen Thema zu verfassen; und wenn ihr wollt das ich eure Beiträge einbinde oder erwähne, meldet euch!
Justin Achilli, seines Zeichen Entwickler für Vampir: Die Maskerade, gerade in der dritten Edition, hat einige Twitter-Threads produziert, in dem er sich mit verschiedenen Aspekten des Spiels und Settings befasst.
In diesem Beitrag teile ich seine Gedanken zu der Person hinter dem Vampir und der Wichtigkeit einer bewussten Wortwahl. Gerade das letzt erwähnte, ist ein Thema bei dem ich durchaus leidenschaftlich werden kann.
Die Person hinter dem Vampir
Every Kindred was a person before they became a vampire. There are no generic vampires. Even though the Hunger pushes itself to the fore after the Embrace, it does so amid that Kindred's other personality traits. #VampireTheMasquerade
— justin achilli, untitled vampire guy (@jachilli) May 22, 2019
Jedes Kindred war, bevor es zum Vampir wurde, eine Person. Es gibt keine generischen Vampire. Auch wenn sich der Hunger durch die Erschaffung nach vorne drängt, so geschieht das im Rahmen der anderen Eigenschaften der Persönlichkeit des Kindred.
Dies wird auf dem Charakterblatt (unabhängig von der Edition) durch die Begriffe des Konzept, der Ambition, des Wesens, des Verhaltens und andere Aspekte wiedergespielt, aber es geht über die Figur des Spieler-Charakter hinaus. Jeder Vampir hat ein Potential, Ziele, und eine individuelle Persönlichkeit.
Jeder Sire wählt sein Kind aus einem Grund – selbst wenn dieser nichts mit dem zu tun hat, was das Kind zu Lebzeiten war. Manchmal wählt ein rachsüchtiger Sire seine Nachfolge aus Grausamkeit oder Niedertracht aus, aber das Opfer war davor immer ein vollständiges Individuum.
Viele Spieler und Erzähler fangen die Charaktererschaffung beim Clan oder einem anderen Fraktions-basierten Ansatz an. Das ist okay, aber nicht die einzige Art und Weise es anzugehen. Fiktionale Charakteren werden dadurch lebendig, dass sie mehrere Dimensionen haben.
Es ist beispielsweise leicht das ein Konzept eines Vampires auf der Basis „Gangrel“ oder Anarch“ aufzubauen. Was aber passiert mit dem Vampir, wenn die Konzeptionierung bei „alleinerziehender Vater“ oder „Flüchtling“ ansetzt?
Wie beeinflusst das Vampir-Dasein diesen Aspekt ihres (früheren) Leben?
Die Charakterisierung kaskadiert mannigfaltig von da aus. Es gibt sehr viele Konzepte für Vampire die alleinerziehende Väter waren, von den in den Nachwuchs vernarrten bis hin zu welchen die Missbrauch begingen. Ein vampirischer Flüchtling kann ein Kindred sein das aufgrund der Politik heimatvertrieben wurde, oder ein kriminelles Subjekt das versucht dem Gesetzt zu entkommen.
Wie auch mit den Clans, ist dieses Konzept keine Beschäftigung oder Job. Was war, was der Person das wichtigste im Leben gewesen ist? Wie haben sie ihre freie Zeit verbraucht? Was haben sie geliebt; wo gegen waren sie? Was war – und ist – ihnen wichtig?
Viele traditionelle RPGs definieren die Charakteren im Rahmen eines „Nischenschutz“. Das heißt, welche Rolle die Spieler in verschiedenen Systemen annehmen, so etwas wie Zauberer, Heiler, Tank, Schadensausteiler etc.
(Es ist nicht falsches dran das man die Rollen strategisch verteilt. Es ist ein Teil dessen, was viele Spiele anbieten)
Die Welt der Dunkelheit meidet dies im Allgemeinen. Teilweise aufgrund dessen, dass sie die moderne Vielfältigkeit versucht zu vermitteln. Teilweise aufgrund ihrer literarischen Ursprünge. Die essentielle Erfahrung von Vampire ist der persönliche Horror.
Dies erstreckt sich, wie immer, über die gesamte WoD. Es gibt keine generischen Werwölfe, Wechselbälger etc. Jeder Person ist in erster Linie eine Person und dann irgendwann später die jeweilige „Wesenseinheit“.
Meine 2 cents
Meines Erachtens kann man sowohl den Clan als Konzept Grundlage nutzen, und dann die Person nachschieben. Nur weil ich ein/e „Giovanni“ spielen will, leitet sich daraus noch nicht ab, was der Charakter war.
Ich würde dem Punkt, dass Vampire keine Funktionen wie „Spellcaster, Tank, Healer, Damage Dealer etc.“ bietet widersprechen. Die Clans machen genau das. Sie nehmen einen Charakter und der hat danach Fähigkeiten die ihn zum Spellcaster (Tremere), Healer (Salubri), Damage-Dealer (Brujah) machen. Wo Charaktere anderer Clans, nicht so leicht hereinpfuschen können.
Die Wichtigkeit von Worten
Think about what you say! In #VampireTheMasquerade, choose your words carefully, and where appropriate, have them emphasize the Kindred condition. #vamily
— justin achilli, untitled vampire guy (@jachilli) May 27, 2019
Überleg dir was du sagst! Wähle deine Worte in Vampire: Die Maskerade sorgfältig und passend, betone mit diesem den Seinszustand der Kindred.
Als Beispiel, lass Kindred Bezüge herstellen wie „diesen Abend“, „diese Nacht“, „in mehrere Nächte“ und dergleichen mehr. Solange sie sich nicht direkt auf Ereignisse beziehen, die während des Tageslicht stattfinden, sprechen sie oft nicht von Tagen.
Aus dem selben Grund sagen Kindred oftmals „Sterblicher“ anstelle von „Mensch“. Aus der thematischen Perspektive betrachtet hilft der Begriff „Sterblicher“ dabei sich von dem zu unterscheiden was Vampire eins warten. Sterbliche Belange sind anders (oder geringer, abhängig von der Ideologie) als jene der Untoten.
Und aus der Perspektive der Spielentwicklung, entscheidet sich „Sterblicher“ von „Mensch“ dadurch das es weniger wie eine Fantasy Rasse oder eine Spezies in Science Fiction Werken klingt.
Selbst das Wort „Kindred“ selbst ist eine bewusste Entscheidung der Vampire. Es gestattet ihnen einerseits sich als etwas anderes zu beschreiben, als das was sie gewesen sind – und dabei die Maskerade zu wahren. Es erlaubt ihnen ebenso etwas besseres zu sein, als die Monstren die sie tatsächlich sind.
Das trifft auf andere Variationen des Konzept ebenfalls zu. Sabbat Vampire bevorzugen den Begriff „Kainit“, weil dieser ihr Selbstbild als das rächende Schwert Kains untermauert.
Und welcher Vampir würde nicht unter dem poetischen Gewicht sich selbst als „Verdammte“ zu beschreiben erschauern?
Wenn ihr euch L.A. by Night anseht könnt ihr dieses Konzept in der Praxis erleben. Jason Carl (@vampiresnvino) ist besonders sorgfältig in der Wahl seiner Worte und bewusst dahingehend wie die Spieler dadurch diese die Welt der Dunkelheit erleben; ebenso wie es auf die Zuschauer wirkt.
Meine 2 cents
Ich stimme Justin Achilli aus ganzen Herzen zu. Sprache und Worte sind wichtig und prägen sowohl das Spiel als auch das eigene Leben. Weshalb bspw. die Entscheidung meinerseits dieses Blog auf Deutsch zu führen eine sehr bewusste war. Es spricht, hoffe ich, Personen die kein oder schlecht Englisch können, besser an. Ebenso wie mir das lesen, das Verständnis und die Übersetzung von englischen Texten dabei hilft die Sprache auf guten Niveau zu behalten.
Bezogen auf Vampire gibt es natürlich Worte, die sich durch die Übersetzung verändert haben. Einen Umstand, welchen ich zur Verständlichkeit des Spiels und hinsichtlich der Atmosphäre explizit begrüße.
Man kann natürlich sagen: „Der Prince Rutger gibt dir das Recht ein Childe zu embracen, weil dein Sire ihm einen entsprechenden Boon versprochen hat. Er sagt „Um jedoch die Masquerade zu wahren und der Tradition des Accounting genüge zu tun, muss es einen Schluck meiner Vitae nehmen“. Du siehst wie die anderen Kindred ihre Augen auf den Prince lenken. Scandalous!“ Allerdings kann man sich dann auch überlegen, ob man nicht gleich auf Englisch spielt.
Es gibt viele gute Übersetzungen.
Es gibt holprige Übersetzungen.
Man kann sich bspw. mit „Prinz“ anfreunden, auch wenn „Fürst“ besser wäre. So bezeichnet „Prinz“ im Deutschen normalerweise den Thronnachfolger und nicht den Herrscher.
Es gibt schlechte Übersetzungen, die absolut nicht in Ordnung gehen.
Es gibt eine Übersetzung, die mein sterbliches Herz entflammt, das Blut schneller durch die Adern strömen lässt und mein Gemüt hin zur cholerischen Wallung aufrührt.
Nicht weil das Wort schlecht ist, es ist tatsächlich poetisch, sondern weil es nicht passt;
(EN) Kindred <=> (DE) Kainskinder
In der deutschen Übersetzung, wird Kindred durchgehend mit Kainskinder übersetzt.
Ich, kurz nachdem wer „Kainskind“ sagt – Direkt zum Hals! (Artwork von Mark Kelly)
Das ist nicht nur dahingehend verheerend, dass der deutsche Begriff nichts mit dem englischen Begriff zu tun hat, sondern es steht im direkten Konflikt mit dem Setting sowie dem Kernkonflikt des Setting.
Kindred? Was bedeutet Kindred?
Kindred ist ein alter Begriff der normalen englischen Sprache.
Als Substantiv bezeichnet er Blutsverwandte und damit Verwandte. Wenn man ihn zur Beschreibung nutzt (bspw. „kindred spirit“), betont er die Gemeinsamkeiten bis hin zu einer Seelenverwandschaft.
Kindred ist Maskerade tauglich.
Es mag merkwürdig sein, dass die Person gegenüber davon spricht Blutsverwandte respektive entfernte Verwandte zu haben, aber Personen haben Blutsverwandte und entfernte Verwandte. Ebenso wie sie vielleicht sich zu einer bestimmte Religion oder einem Glauben hin als Seelenverwandte verbunden fühlen können.
Kindred ist eine Konsequenz der Doktrin der Camarilla.
Der Konflikt zwischen Camarilla und Sabbat, basiert nicht darauf das die Camarilla eine positive Einstellung zu den Sterblichen hat und der Sabbat nicht.
Es ist ein Propaganda-Aspekt mit dem sich die Camarilla nur zu gerne schmückt. Es wirkt positiv auf junge Vampire, welche bis vor kurzem noch Sterbliche waren, und es fördert das Selbstbild von gütigen, gerechten Herrschern. Dieses Selbstbild entspricht im Kern dem Herrschaftsanspruch der Skeksis über die Gelflinge in der Serie „The Dark Crystal“.
Tatsächlich beruht der Konflikt das der Sabbat, nach der Anarchen Revolte, sagte:
„Es gibt Kain, unser Urvater der das Wort über alle Vampire hat! Der zu Gehenna zurück kehren wird um zu richten! Es gibt (ur-)alte Vampire, welche versuchen uns Jüngere zu kontrollieren. Dies ist entgegen Kains Wille und deshalb sind wir sein Schwert das die verbrecherischen (ur-)alten Vampire richtet!“
Die Camarilla entgegnete darauf:
„Es gibt keinen Kain. Wir wissen nicht wer der Urvater der Vampire war. Sofern er existierte, wurde er vernichtet! Wir sind nicht dem Willen von uralten Vampiren unterworfen! Es gibt eine natürliche Ordnung zwischen den Ahnen und den Jungen; ein Anerkennung der Jungen zerstört die Gesellschaft und die Traditionen welche wir bestimmten! Der Krieg den ihr führt, geschieht auf der Grundlage einer Kreatur die es nicht gibt um uns zu verzehren! Es gibt weder Kain noch Gehenna!“
Die Camarilla hat den Begriff Kindred und damit Blutsverwandte nicht nur gewählt, weil er die Natur des Vampir im Sinne der Maskerade vertuscht, sondern weil der Begriff keinen historischen respektive religiösen Bezug hat.
Der Sabbat hat den Begriff Kainit (Cainite) gewählt, weil er im Namen trägt das sie zum Volk respektive Stamm Kains gehören. Sie sind Kainiten die Kains Schwert im Namen Kain zum richten nutzen um Kains Willen durchzusetzen und Kain bei der Rückkehr Milde gegenüber seinen Nachkommen walten zu sein.
Der Begriff ist ein Mittel, mit dem der Sabbat einen jungen Vampir sagen kann: „Wenn wir nicht wirklich wissen würden das es Kain gibt, wenn wir nicht wirklich überzeugt wären das es Kain gibt, dann wäre es sehr hirnrissig das wir seit mehreren hunderten von Jahren akzeptieren und sagen wir Kainiten sind! [Und findet ihr es nicht suspekt das euch ein Ahn sagt, dass die Ahnen und Alten gut sind?]“
Dementsprechend, ist es bei der Camarilla ein massiver Affront, wenn jemand bei einer Begegnung Kains Name in den Mund nimmt. Egal ob in der Form von „Kainit“ oder „Es gibt Kain“.
Die Anarchen werfen zu dem Konflikt von der Seitenlinie ein:
„Es ist uns egal ob es Kain gibt oder nicht, wir wollen einfach in Ruhe gelassen werden und nicht mehr wider eine Inquisition verheizt. Wir haben auch keinen Bock uns mit (ur-)alten Vampiren anzulegen.
Deshalb halten wir uns an die nötigsten Traditionen und sind dann mal weg.“
Was ist so schlimm an Kainskinder?
Für die englischsprachigen Leser, die Google Translate nutzen:
Der Begriff Kainskinder ist eine Wortkomposition und bedeutet übersetzt „children of Caine“. Wenn man ihn in der Form Kainskind nutzt ist es „child of Caine“.
Das heißt, die Camarilla, die in einem Krieg der Zeitalter (War of Ages) mit dem Sabbat kämpft, weil sie abstreitet das es Gehenna und viel weniger noch Kain gibt, weil sie für das Festhalten das es weder Gehenna noch Kain gibt bereit ist Mitglieder vernichtet zu sehen. Die bezeichnet die eigenen Mitglieder auf Deutsch als Kainskinder, anders gesagt Kinder Kains.
Vampire die von der Kreatur abstammen die es nach der eigenen Lehre nicht gibt und nicht geben darf selbst wenn es sie gibt! Vampiren, die sich zum Teil bewusst gewesen sein müssen das es Kain gibt, welche wissen das es eine Herausforderung ist neue davon zu überzeugen das es diesen nicht gibt, wählen als Begriff Kainskinder?
Das wäre als wenn eine atheistische menschliche Gesellschaft den „Krieg der Jahre“ mit einer religiösen Gesellschaft führt. Nehmen wie mal das Christentum als Opposition.
Die religiöse Gesellschaft nennt sich Christen nach Christus und sagt das sie Schwert Christus führen um die Sünder gegen Christus Willen, wie in der Bibel geschrieben steht, zu richten.
Die atheistische Gesellschaft, die eine wissenschaftlichen Erklärung für den Ursprung hat, nennt sich daraufhin Christuskinder. Wobei die Christuskinder vehement vertreten das es keinen Christus, kein Christentum und auch keine Bibel gibt und das Christen religiöse Fanatiker sind. Jessesmariaunjosef! Ist das haarsträubend!
Ich habe keine Ahnung wie man es für eine gute Idee halten konnte Kindred mit Kainskind zu übersetzten.
Einmal davon abgesehen, dass ich mir sprachlich den Kopfzerbrechen darf, ob jetzt die Kainskinder oder die Kainiten nicht an Kain als Vater aller Vampire glauben Vorallem weil Kainit immerhin nicht noch das direkte Kindsverhältnis drin hat!
Ich mein, wenn ich mich entscheiden müsste, ob das Christuskind oder der Christ nicht an Christus glaubt – und gewalttätig wird wenn Christus-Gläubige da sind – würde der Christ vermutlich gewinnen. Weil der nicht mit der Selbstbezeichnung behauptet das Kind von Christus zu sein.
Daneben, wenn wer behauptet er gehört zu einer Gruppe Seelenverwandter, kann ich verstehen. Wenn wer behauptet er gehört zu den Kainskinder? Das ist kein normaler Begriff.
Insofern, meine Hoffnung an die kommende V5 auf deutsch bei Ulisses:
Ein Begriff für Kindred, der nicht „Kain“ enthält Bitte, Bitte, Bitte
(InJoke) Selbst „Lutscher“ fände ich als Selbstbezeichnung besser!
Ausnahme von der Regel: Hat meinen Segen sich Kainskind zu nennen!
Ich mag Kainskind.de, es ist ein toller Laden und ein cooler Name.
Die Behaupten auch gar nicht, dass es Kain bei Vampire nicht gibt.
Wie die Camarilla das tut.
Ich mag die Bezeichnung Kainskind nur nicht nicht als Maskerade taugliche Bezeichnung und am aller, aller wenigsten als Camarilla Begriff für Vampire.
Man könnte ja behaupten, dass es ein malkavianischer Scherz war, dass der Begriff in der deutschen ersten Edition bis V20 drin war? ^.^;
Justin Achilli, seines Zeichen Entwickler für Vampir: Die Maskerade, gerade in der dritten Edition, hat einige Twitter-Threads produziert, in dem er sich mit verschiedenen Aspekten des Spiels und Settings befasst.
In diesem Beitrag teile ich seine Gedanken zu Domänen und die Tradition der Nachkommenschaft.
Domäne
Thy Domain is thy concern. All others owe thee respect while in it. None may challenge thy word in thy Domain.
Those are some potent words, and millennia of interpretation has emerged surrounding what exactly this Tradition of Domain means.#vamily#VampireTheMasquerade
Deine Domäne ist dein eigener Belang. Alle anderen schulden dir Respekt, solange sie sich darin aufhalten. Niemand darf sich gegen dein Wort auflehnen, solange er in deiner Domäne weilt.
Das sind mächte Worte, und Jahrtausende von Auslegungen entstanden, was genau die Tradition der Domäne bedeutet.
In jeder außer den tyrannischsten Städten, hat jeder Vampir das Recht auf einen gewissen Grad an Domäne. Es kann wenig sein wie „Deine Zuflucht ist deine Domäne, alles andere musst du selbst umsetzen“ es kann ebenso sein „Ein paar Blöcke um deine Domäne herum.“
Vampire in Machtpositionen, denen daran gelegen ist populär zu sein, sind meist geneigt die Tradition der Domäne großzügig auszulegen. Immerhin bietet eine Stadt einen endlichen Raum und Vampire sind selten genug, dass ein Anspruch weit reichen kann.
Es zeigt das der Prinz / Baron / lokaler Boss respektiert die Rechte anderer Vampire zu existieren hinreichend, um ihnen genügend Autonomie zuzugestehen ihr eigenes Unleben zu führen.
(Und ja, es ist eine Ironie das deine Existenz als Vampir, die ziemlich sicher mindestens zu Kosten des Leben eines Sterblichen geht, respektiert werden soll. Heuchelei ist vielleicht der größte Luxus der Vampire)
Diese Interpretation führt zu einer interessanten Dezentralisierung von Städten. Auf der einen Seite Hey, Eigentum! Aus der anderen Seite, die eigene Domäne führt zu der Verantwortung des Vampires was dort geschieht.
Also, Herr Malkavianer, wärst du so gütig mir genau zu erklären, wie es dazu kam, dass das Sabbat Rudel ein Safe House in deiner Domäne hatte? Oder, Frau Tremere, warum wurde der gepflockte Körper eines Archonten in deiner Domäne gefunden?
Eher despotische oder authoritäre Führer können auf dem Stand stehen das die Domäne bei und mit ihnen anfängt und endet. Das die Domäne die ganze Stadt umfasst und das die Vampire in der Stadt nur aufgrund der Großzügigkeit des Despoten existieren dürfen; mit keinen Rechten.
Man muss wohl nicht sagen, das es eine Menge Selbsterniedrigung benötigt und man sich quasi ein Bein ausreißt um seine eigene Existenz zu rechtfertigen. Derart tyrannische Domänen sind für gewöhnlich schnell reif für einen Aufstand, außer wenn der herrschende Vampir wirklich immens mächtig ist.
Außerhalb der Städte wird es etwas merkwürdiger. Klar, normalerweise sind da eher andere übernatürlichen Kreaturen unterwegs, also nicht unbedingt Vampire. Ein paar mächtige Autarkis existieren jedoch außerhalb des städtischen Gebiet, ebenso wie Vampire die eine extreme Privatssphäre bevorzugen – und alle die etwas verbergen mögen.
Diese Nicht-Stadt Domänen sind schwerer zum umreissen, sehr zur Zufriedenheit von Vampire, welche sie beansprichen. „Allein schon hier zu sein ist eine Leistung“, ist unter isolierten Vampire eine oft vorhandene Einstellung. Sie haben sich dazu entschieden, außerhalb des goldenen Käfig der Städte zu leben.
Meine 2cents
Ich finde es bereits eine Herausforderung Vampire innerhalb einer Domäne effektiv zu finden, mehr noch zu kontrollieren.
Die Nachkommenschaft
Thou shalt sire another only with permission of thine Elder. If thou createst another without thine Elder's leave, both thou and thy progeny shalt be slain.
These are the words of the Third Tradition, the Tradition of Progeny. But what do they mean? pic.twitter.com/8zmj0FE91E
Du sollst nur mit Erlaubnis deines Ahnen andere zeugen. Zeugst du andere ohne Einwilligung deines Ahnen, sollen sowohl du, als auch deine Nachkommenschaft erschlagen werden.
So lauten die Worte der dritten Tradition, der Tradition der Nachkommenschaft. Doch was bedeuten sie?
Last und am Anfangen beginnen. Einen Nachkommen zu erschaffen bedeutet einen Vampir zu erzeugen – eine Person zu ermorden und ihr den Fluch zu überbringen auf das sie untot wird. Wenn du einen Nachkommen schaffst, hast du wahrscheinlich einen Grund dazu.
Die Motive eines Vampires hierfür sind so vielfältig wie die Vampire die es gibt. Einige schaffen weitere ihrer Art damit sie nicht einsam sind. Ein Vampir zu sein ist ein sehr einsamer Zustand, egal wie sehr sich moderne Vampire dagegen wehren. Manchmal braucht man einfach einen Gefährten.
Die Natur der Erschaffung steht diesem Verlangen entgegen. Seinem Kind den Kuss zu geben, selbst wenn es aus Liebe geschieht, beraubt das Kind um das wahre Leben und echte Emotionen. Vampire haben keine eigenen Emotionen; nach der Werdung haben sie im bestenfall Erinnerungen an ihre Gefühle.
So viele Vampire versuchen ihre Emotionen mit der Handlung einen Nachkommen zu erschaffen wieder zu entfachen, das Gewicht der Jahrzehnte oder Jahrhunderten in der Nacht zu mildern. Es mag für eine Weile gelingen,… aber am Ende ist alles was sie taten einen weiteren Jäger (oder Parasiten…) in die Welt zu setzen.
Die Gesellschaft kann ein vampirisches Echo von Liebe darstellen, aber es ist ebenso möglich das es so monströs ist wie der Vampir an sich. Manche Vampire erschaffen Nachkommen aus dem Verlangen nach Dienern heraus. Manche haben einen so erlesenen Geschmack, dass sie nur deshalb Nachkommen erschaffen umd Gefäße zu haben um sich von ihnen zu ernähren.
Wiederum andere Vampire sind grausam und richtend mit dem Kuss. Für diese ist es kein Akt des Geschenk, es ist einer der Verdammung. Manche geben den Bösartigen den Kuss um sie in eine ewige Nacht zu verdammen. Es ist ungerecht und autokratisch, aber es ist definitiv eine Strafe.
Die Nosferatu die ein wunderschönes Kind erwählen, nur um zu sehen wie sich die Visage verzerrt. Der Toreador welcher einen talentierten Künstler wählt, um zu sehen wie die Muse und Gabe des Künstlers zerbricht. Ein Lasombra welches ein Kind erwählt um diesem für alle Ewigkeit zu zeigen „da ist dein wahrer Platz!“.
Mit all dem im Hinterkopft, wie formt die Tradition der Nachkommenschaft den eigenen untoten Stammbaum? Und, nachdem es eine Tradition ist, welchen Einfluß nimmt sich die örtliche Autorität über das eigene Kind. Wie immer variert die Antwort, abhängig davon wo – und wer – du bist.
In vielen (wenn nicht gar den meisten) Fällen, intepretieren Prinzen (Fürsten) und andere Autoritätspersonen vor Ort, den Begriff „Ahn“ in der Tradition dahingehend das er sie beschreibt. Wenn ein Fürst Praxis erklärt ist ihr Wort Gesetz, und sie bestimmt welcher Vampir das Recht hat Nachkommen zu zeugen, das war’s.
Natürlich hängt dies mit der Macht ihrer Praxis ab, ihrer Fähigkeit ein solches Diktat durchzubringen und die Bereitschaft der Vampire der Domäne ihr folge zu leisten. Einfach gesagt, gibt es keinen Weg herauszufinden wieviele Nachkommen die ohne „Erlaubnis“ geschaffen wurde es gibt, gerade unter den höchsten Generationen.
In anderen Fällen mag sich „Ahn“ auf den jeweiligen Primogen, Prisci oder ein anderes erlesenes Mitglied des eignen Clan beziehen. Dies passiert normalerweise in Domänen, in denen der Fürst oder andersweitige Anführer schwach ist, einen Rat hat oder einige mächtige Clans gar die eigentliche Macht besitzen.
Von außen betrachtet, kann es den anschein haben das andere Clans versuchen ihre Zahl mit Neugeborenen zu erhöhen und politische Macht über Masse zu gewinnen. Die meisten älteren Vampire wissen jedoch das Clans-interne Politik kaum derart flutscht, und die wenigsten Domänen haben demokratischen Charakter…
In wiederum anderen Domänen ist der eigene „Ahn“ gleich dem Erzeuger. Diese Ahnen argumentieren das man ohne sie niemanden die Nachkommenschaft gewähren kann. Also braucht man ihnen Segen, die Freigabe oder gar Betreuung. Eine Weitergabe der Sünde, bildlich gesprochen.
Dies passiert häufig unter Anarchen, Autarkis und einigen der Unabhängigen Clans mit einer engen Hirarchie bzw. Machtstruktur. Es ist ebenso in entlegenen Domänen üblich, wo es keine übergeordnete Struktur gibt. Eine Brut Brujah, ein Nest Gangrel oder ein Mob von Blutsbrüdern zum Beispiel.
Es ist auch die normale Gesellschaftsform wenn es keine dauerhafte Domäne gibt. Nomadische Sabbat Rudel zum Beispiel sind nur sich selbst gegenüber verantwortlich, ebenso wie Personen-Kulte im Hinterland oder in den gesetzlosen Trümmergürteln von Metropolen.
Unter dem Strich, du bist vielleicht nicht die Autorität welche bestimmt wenn du in die Nacht führst. Und man muss nicht sagen, das die dritte Tradition der Nachkommenschaft von der vierte Tradtion der Rechenschaft beinflusst wird. Aber das ist ein Thema für einen anderen Tag.
Meine 2cents
Soweit ziemlich stimmig. Im Grunde geht letztlich fast alles oder gar nicht. Abhängig vom Kontext. Es lohnt sich mitunter schon, ein oder zwei Gedanken auf die Frage „Weshalb wurde mein Charakter zum Vampir“ zu verwenden.