Review: Die Mephisto #69 und ihr Add-On

Wie bereits im Dezember letzten Jahres in einem Artikel angekündigt, hat sich die Mephisto aus dem Verlag Martin Ellermeier in ihrer aktuellen Ausgabe dem Thema Vampire: Die Masquerade gewidmet.

Die Druckausgabe bietet hierzu ein Editorial, den Start einer Vampire-Kampagne, eine Besprechung der V5. Edition und ein Interview mit Jason Carl. Begleitend zu dem Heft, gibt es eine digitale Ergänzung in der Form eines PDF auf DriveThruRPG mit weiteren Ausführungen zu Vampire und White Wolf.

In diesem Artikel möchte ich auf die Teile welche die World of Darkness betreffen eingehen, und teilen was ich davon halte.

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Rezension – BITE ME: How to Write Vampire

Rose Bailey, die lange Zeit als Autorin und Entwicklerin sowohl an der Jubiläumsausgabe von Vampire: Die Maskerade mitgearbeitet hat und noch länger wie umfangreicher an Vampire: Requiem, hat im Storytellers Vault ihre „Autoren Bibel“ veröffentlicht.
Eine Richtlinie wie sie für Vampire schreibt, mit dem enormen Insider-Wissen, welches sie sich in ihrer Zeit bei CCP sowie Onyx Path Publishing erarbeitet hat:

BITE ME: How to Write Vampire
von Rose Bailey
(StorytellersVault.com – 9,99$ bzw. 8,49€)

Nachdem ich auf das Buch hingewiesen wurde, mit der Anmerkung das es sicherlich für eine Vorstellung interessant wäre, habe ich es mir gekauft und gelesen. Schließlich mag ich eine informierte Rezension bieten.

Inhalt

  • Meine Allgemeine Motivation
  • Der Technische Rahmen
  • Der Inhalt
    • In dem ersten Segment
    • In dem zweiten Segment
    • In dem dritten Segment
    • Allgemeine Gestaltung
  • Mein Fazit

Meine allgemeine Motivation

Ich persönlich habe mir das PDF vor dem Hintergrund meiner Begeisterung für Maskerade gekauft, und der Zuversicht das die gebotenen Einsichten auch für das von mir favorisierte Vampire-Spiel anwendbar sind.

Meine Kenntnisse in Bezug auf Requiem sind vergleichsweise rudimentär und ich habe lediglich eine handvoll Runden gespielt. Wobei ich gespannt war welche Einsichten es bietet.

Der Technische Rahmen

Das Buch oder eher gesagt Heft umfasst die 65 Seiten, 58 davon mit Inhalt, eine mit dem Cover, eine für die Credits und drei für das Inhaltsverzeichnis. Insgesamt kommt es auf 1,23 MB und enthält eine Illustration – das Cover.

Das Buch ist im C5 (6 x 9 inch) Format gehalten und entspricht damit ungefähr A5. Der Text präsentiert sich einspaltig, und der meiste Text ist in der Schriftart Goudy Old sowie der Schriftgröße 13.5 Punkt gehalten.

Ich persönlich finde die Präsentation recht unaufgeregt und in der richtigen Größe war es angenehm zu lesen. Wobei sich herausstellte das Goudy nicht in allen Dimensionen gut aussieht.
Allgemein war ich etwas überrascht, da ich wahlweise ein Buch im A4 Format erwartet hätte, oder etwas das im Umfang her einem Perry Rhodan Roman entspricht.

Den Schreibstil empfand ich als angenehm und ich habe das Dokument innerhalb von 2 Stunden, einschließlich Ablenkungen, gelesen.

Der Inhalt

BITE ME fängt damit an das Rose sich vorstellt und ihren Werdegang in Bezug auf Vampire und gerade Vampire: Requiem vorstellt. Sie spricht über den Tonfall in Bezug auf Vampire, den Anspruch respektive die Erwartungshaltung sowie darüber was dieser Leitfaden ist.

In dem ersten Segment geht Rose auf die fünf verschiedenen Clans sowie die fünf Bündnisse ein.
Zu jedem Clan gibt es ein kurzes Zitat, eine Beschreibung, Gründe weshalb man den Clan spielen mag, Gründe weshalb andere den Clan fürchten, Gründe weshalb man selbst den Clan fürchten kann, wie man diesen einsetzen kann und Entstehungsmythen.
Zu jedem der Convenants gibt es eine Beschreibung was das Bündnis ausmacht, wie es sich ausprägt und wie sich Spieler darin zurecht finden können. Ebenso bietet sie einen Abschnitt wie man es einsetzen kann.

Aus meiner Maskerade-Perspektive finde ich die Clanbeschreibungen durchaus als Ansatz wie man über die Maskerade-Clans nachdenken kann spannend. Das heißt, neben der direkten Übersetzung der Art bspw. „Daeva entspricht Toreador“ bietet es ein interessantes Format.
Hinsichtlich der Bündnisse ist die Entsprechung zumindest in Form der Sekten nicht gegeben. Das heißt, fünf verschiedene Bünde lassen sich nicht wirklich auf drei Sekten umlegen. Allerdings kann man sie durchaus als Organisationseinheiten innerhalb der jeweiligen Sekten betrachten. Womit die Sichtweise wiederum interessanter wird.
Das heißt, es spricht beispielsweise, aus meiner (Ketzer-)Sicht, nichts dagegen eine Invictus-Formation innerhalb der Camarilla zu haben, bei der Brujah und Ventrue versuchen kontrollierend einzugreifen. Ebensowenig wie das sich innerhalb der Anarchen vielleicht Toreador und Gangrel finden um eine Form des Zirkels der Mutter zu machen.

In dem zweiten Segment widmet sich Rose den vielfältigen Aspekten des Settings.
Jedes Thema, welches man in der Vorschau im Inhaltsverzeichnis nachsehen kann, erhält eine kurze Erklärung und wird anschließend von Rose betrachtet. Wobei die Betrachtungen selten mehr als eine Seite umfassen und mitunter nur zwei Absätze sind.
Die Themen werden aus der Requiem-Perspektive betrachtet, wobei es durchaus Aspekte gibt, wie bspw. „Contamination“ – der Umstand das sich ein Vampir an die Stadt und seine Nahrung anpasst – welche so nicht regelseitig erfasst waren und angeregt werden.

Aus meiner Maskerade-Perspektive war dies mit der spannendste Teil des Buchs. Die Beschreibungen reichen um mir unter dem Thema etwas vorzustellen und bringen es jeweils gut auf den Punkt ohne sich durch unzählige Bücher wechseln zu müssen.
Themen wie die „Solace“-Droge lassen sich sicherlich zügig gerade in eine V5 Chronik integrieren, Aspekte wie der der Kontaminierung ebenso thematisieren und mehr.

Der einzige Abschnitt, im ganzen Buch, der mir negativ auffiel war „Feeding“.
Hierbei stellt Rose die These auf, dass in Requiem das trinken von Menschen im fundierten Einverständnis erfolgt
Zitat: „Most feeding in Vampire is done with informed consent
Positionen die davon abweichen werden zugespitzt (hinzu „rape fantasy„) und verurteilt.
Einerseits steht die Aussage in Bezug auf das informierte Einverständnis im Konflikt mit dem wie ich Vampire im Spiel erlebte und präsentiert bekam – sowohl Requiem als auch Maskerade. Andererseits steht es im Konflikt mit meinem Textverständnis von Vampire: Requiem in der ersten wie der zweiten Edition. Letztlich erwarte ich hinsichtlich der Diskussion ein facettenreichere Erörterung als die Zeichnung der Gegenseite im Extrem.
Ein meiner Meinung nach eher ärgerlicher Ausreißer.

In dem dritten Segment Stil befasst sich Rose mit der Art und Weise wie man das Spiel präsentieren kann.
Die ersten drei Punkte, „Lass die Welt real erscheinen“, „Lass die Spieler sich cool fühlen“, „Gib den Spielern was sie wollen, auf die schlimmste Art und Weise“ lesen sich fast wie Powered by the Apocalypse Handlungsimperative („Moves“). Wobei Rose betont, dass man die Ratschläge nicht übertreiben soll und bspw. nicht den „bösartigen Djinn“ spielen.
Danach befasst sich Rose mit Aspekten wie das die Spielercharaktere eher schreckliche Personen sind, dem Umgang mit Subkulturen und Identitäten. Wobei sie durchaus auf frühere Fehltritte und dergleichen eingeht.
In den letzten vier Punkten geht sie auf die Sprache ein, auf Humor, derbe Sprüche sowie Ingame-Prosa und Handouts.

Aus meiner Sicht ein durchaus interessantes Kapitel, wenn auch nicht eines aus dem ich großen Gewinn ziehen konnte. Das heißt, entweder stimmte ich vollständig zu, bspw. im Bezug auf den respektvollen Umgang mit Identitäten, oder ich stimmte nicht zu, sah aber keinen Änderungsbedarf, wie bei der These das Charaktere keine Star Trek oder Douglas Adams Referenzen machen sollten im Humor teil.
Es war dennoch recht angenehm zu lesen.

Allgemein ist das Buch so gestaltet, dass Rose jedesmal wenn sie Inhalte aus einem Buch aufgreift die Quelle angibt. Was für Requiem Spieler oder Personen die ein Thema vertiefen möchten sicherlich sehr hilfreich ist.

Mein Fazit

Es war eine durchaus unterhaltsame Lektüre, die ich nicht gereut habe.
Es gibt durchaus Kritikpunkte, wie der Umfang, der Abschnitt zu „Feeding“, allerdings überwiegt für mich der sehr angenehme Schreibstil und der Nutzen in Bezug auf neue Konzepte die ich erfuhr.

Der Preis mit 9,99$ ist aus meiner Perspektive für das was man erhält verhältnismäßig hoch. Das heißt, normalerweise erwarte ich in dem Preissegment einen ausgearbeiten Ergänzungsband bis hin zu einem kleinen Regelwerk.

Insofern erhält es eine Empfehlung mit Vorbehalt, hauptsächlich preisbedingt.

Cover - BITE ME: How To Write Vampire_Cover - Von Rose Bailey
BITE ME: How to Write Vampire

Weitere Worte

Jon Garrad auf Twitter über BITE ME: How to Write Vampire

„A must-have guide for anyone who wants to write for Vampire: The Requiem.“ –Onyx Path

Blog-Artikel: Neue Abenteuer bespricht die V5

Infernal Teddy hat auf seinem Neue Abenteuer einen ausführlichen Blick auf die V5 geworfen. Die er in gleich drei Teilen einer genauen Betrachtung unterzieht:

Vampire: the Masquerade 5th Edition, Teil 1

Vampire: the Masquerade 5th Edition, Teil 2

Vampire: the Masquerade 5th Edition, Teil 3

Im ersten Teil stellt er kurz sein Verhältnis zur World of Darkness und Maskerade vor bevor er ausführlich auf das PDF eingeht. Das heißt auf Umfang, Gestaltung sowie das Layout. Wobei er sich für letzteres weniger erwärmen kann. Im Anschluß daran nimmt er sich die verschiedenen InGame-Dokumente vor und geht auf die eröffende Vorstellung ein. Den ersten Teil schließt er dann mit einer ersten Betrachtung der im GRW enthaltenen Clans.

Im zweiten Teil wirft er den Blick auf das Würfelsystem, die Charaktererschaffung sowie das System für den Hunger, die Blood Potency und die „Vier Säfte“-Lehre die genutzt wird um Eigenheiten des Bluts zu beschreiben.

Im dritten Teil äußert er sich zu den Advanced System, den unterschiedlichen Tipps und Hilfestellungen für Spieler wie Spielleiter, dem Anhang bezüglich weiteren Kreaturen und Ausrüstung und geht auf die hinter dem Index zugefügten Anhänge ein. Das Fazit zum Abschluß ist durchaus versöhnlich und mitunter sogar positiv.

Allgemein hat mir die Besprechung gefallen.
Sie hat einen sachlichen Ton, ohne sich sperrig zu lesen, ist durchaus ansprechend geschrieben und gibt einen guten Einblick in das System wie Setting. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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PDF der Anarchen und Camarilla Ergänzungsbände plus Erster Eindruck!

White Wolf hat heute um 16 Uhr 30 via Facebook den Stand der beiden Ergänzungsbände bekannt gegeben:

Zunächst kündigt White Wolf in dem Text an, dass die PDFs der Bücher an Vorbesteller versandt wurde. Das betrifft sowohl die normalen Fans beziehungsweise Kunden als auch den Einzelhandel.
Meine Mail mit dem Link zu den beiden PDFs traf um 16 Uhr 47 ein. Als eine kleine Anmerkung, die Bücher gab es diesmal nicht als Coupon zum Download auf WorldOfDarkness.com sondern sie wurden direkt zugestellt.

Die PDFs kann man über die Seite von Modiphius käuflich erwerben:

Vampire: The Masquerade, The Anarch (sourcebook, PDF) – 17,99€
Vampire: The Masquerade, The Camarilla (sourcebook, PDF) – 17,99€

Wenn ihr noch keinen Modiphius Account habt, könnt ihr euch über meinen Referral Link einen anlegen. Ihr kriegt damit 10% Nachlass auf euren ersten Einkauf, und ich bekomme 10 Reward-Punkte (10cent eines möglichen Gutschein):

http://r.sloyalty.com/r/wdGNpsbVTad7

Die physischen Büchern werden vorraussichtlich im Dezember an die Vorbesteller versand, und im Januar an die Einzelhändler. Hier kam es leider zu Verzögerungen aufgrund von Problemen mit der Druckerei.

Ein sehr grober Eindruck

Ich habe die Bücher bisher noch nicht gelesen, sondern hauptsächlich ein- bis zweimal durchgescrollt. Das heißt, was ich schreibe ist wirklich nur ein wirklich grober, sehr oberflächlicher Eindruck. Er kann als erster Anhaltspunkt genommen werden, aber bitte nicht überbewerten.

Neben den jeweiligen Vampir Fraktionen ist ein guter Grund sich die Bücher zu kaufen, dass beide Bücher jeweils einen der fehlenden 6 Grundclans bieten.

Im Anarch Band finden sich „The Ministry“, die früher unter Setiten firmierten.
Im Camarilla Band finden sich „Banu Haqim“, die früher Assamiten genannt wurden.

Wer in einem der beiden Bücher neue Disziplinen erwartet, wird enttäuscht werden.
„The Ministry“ Vampire haben Protean (Gestaltwandeln) anstelle von Serpentis.
„Banu Haqium“ Vampire haben Blood Sorcery (Thaumaturgy) anstelle von Quitus.

Jenseits dessen gibt es keinen (Disziplins-)Crunch. Weder erhalten die Tremere neue Pfade, noch die Brujah neue Amalgan Kraft die Celerity und Potence verbindet und auch alle anderen gehen leer aus. Ich persönlich hatte für die Brujah Hoffnungen, aber alas, es bleibt dabei.

Camarilla Schriftzug - Ausschnit aus dem Ergänzungsband "Camarilla"

Camarilla

Der Ergänzungsband Camarilla erfüllt recht präzise meine Erwartungen.
Hinsichtlich der Illustrationen orientiert man sich am Stil des Grundregelwerks und hat das Werk dahingehend nach meinem Eindruck einheitlicher gestaltet.

Hinsichtlich des Inhalts bekommt man die Struktur der Spitze der Camarilla dargelegt, es wird auf den Glauben und durchaus unterschiedliche Richtungen eingegangen, man erhält die Grundrichtung in Bezug auf Menschheit und die Maskerade, es wird ausführlich auf die Second Inquisition und Jäger eingegangen, man erfährt wie sich Coterie (Klüngel) gestalten, wie ein Hof der Camarilla aussieht, die wichtigen Städte.

Die fünf Camarilla Clans (Ventrue, Toreador, Tremere, Malkavian, Nosferatu) erhalten eine recht umfangreiche Darstellung, die Banu Haqim sind ausführlich beschrieben und die Anarchen Clans erhalten jeweils ein zwei seitiges Segment.

Abschließend gibt es noch ein paar Loresheets, ohne Dopplungen zum GRW, und ein System für Konflikte mit Institutionen.

Alles in allem auf 201 Seiten ein Buch wie ich es erwartet habe.

Anarchen Schriftzug - Bearbeiteter Ausschnit aus dem Ergänzungsband "Anarch"

Anarch

Der Ergänzungsband Anarch hat absolut nichts mit dem zu tun was ich erwartet habe.
Hinsichtlich der Illustrationen hebt sich Anarch durch einen eigenen, auf gezeichnete Illustrationen geprägten Stil hervor, der mich optisch durchweg abholt und wirklich begeistert.

Hinsichtlich des Inhalts ist es jedoch kein Ergänzungsband welcher die Anarchen spielbar macht, sondern größtenteils eine unstrukturierte Sammlung von Gesprächen verschiedener Nicht-Spieler Charaktere. Ein wild gemischtes Beckett’s Jyhad Diary-Style Buch mit Anarchen-Fokus das optisch nicht ganz an den Aufbau heran reicht.

Von Seite 8 bis Seite 138 hat man eine Vignette nach der anderen. Die weder über die PDF Bookmarks noch nach dem Inhaltsverzeichnis sortiert sind.
Danach kommen auf Seite 139 bis 175 die vier „Freien“ (Anarchen) Clans, das heißt Brujah, Gangrel, Caitiff und Dünnblütige nach denen die fünf „Verräter“ Clans addressiert werden.
Während das Camarilla Buchs die Clans sachlich beschreibt, neue Archetypen bietet, und weitere Ansätze erhält man im Anarchen Buch eine Seitenleiste und mehr Charakter Vignetten.

Zu behaupten das ich bis zu dem Punkt enttäuscht war, ist eine maßlose Untertreibung.
Ich habe nichts gegen Vignetten-Sammlungen wie Beckett’s Jyhad Diary. Aber doch nicht als Ergänzungsband um eine Sekte zu spielen!
Ich habe mich sehr darauf gefreut Beispiele für Anarchen geführte Städte zu bekommen, für verschiedene Anarchen Gruppen, dafür wie eine Coterie innerhalb der Anarchen funktioniert, dahingehend wie verschiedene Glaubensrichtungen die Anarchen beeinflussen, Städte welche an die Anarchen gefallen sind…. anstelle dessen: Nichts.

Es hilft nicht, das die Vignette „Whatever Happened to the Red Question?“ einfach nur ein Stinkefinger Richtung Spieler ist.
Red Question waren im Grunde Hacktivist Anarchen, welche in „Entfesselte Anarchen“ vorgestellt wurden. Im Grunde, Mr. Robot auf vampirisch. Mit dem Band erhält man einen dreiseitigen Schrieb der sich mit „LoLz, gibt es nicht mehr“ zusammenfassen läßt.
Kein Hinweis wie ein Spieler eines „Mr. Robot“ eine solche Zelle umsetzten kann, nur ein „der vorherige Versuch ist hops und alle lachen die aus“.
Es hilft nicht, das die zweite Vignette die ich anfing zu lesen „Dawn of Satan’s Millenium“ mir ein Interview zu einem finnischen Black Metal (Brujah) Groupie präsentiert das keine 20 Jahre lang Vampir ist und sich anstrengt zu betonen wie voll metal sie ist (vermutlich hat sie auch einen Hamster den Kopf abgebissen).

Auf Seite 176 erhält man dann die Setiten die endlich einmal vernünftig präsentiert sind. Wie ich es für ein Ergänzungsband zu einem Spiel, für eine Organisation und so erwarte.

Ab Seite 186 gibt es einen „Response Algorithm“ der als Werkzeug dazu dienen soll wenn sich Spieler-Charaktere dumm anstellen (The player characters act, possibily unwisely.).
Abgesehen von dem Ton, den ich ätzend herablassend finde, ist das System durchaus nett, wenn auch nicht so einbindend wie das im Camarilla Buch. Richtet es sich doch eher an den SL als auch an die Spieler.

Abschließend gibt es noch 9 Loresheets, von denen durchaus eine handvoll auch im (erweiterten) Grundregelwerk sind.

Alles in allem auf 201 Seiten ein Buch das mich nach dem groben Überblick sehr frustriert zurückläßt.

Ich hoffe das die Anarchen noch ein Ergänzungsband erhalten, irgendwann in der Zukunft, das sie tatsächlich spielbar macht. So wirkt es mehr wie eine Handout Sammlung für die Antagonisten in einer Camarilla Kampagne.

Cover der V5 Ergänzungsbände "Anarch" und "Camarilla"

Erstes, sehr grobes Fazit

Der Camarilla Band erhält eine klare Empfehlung von mir. So in etwa stelle ich mir ein ordentliches Buch mit dem man besser spielen kann und die Organisation zugänglich macht vor.
Ich gebe mal vorsichtige 8 bis 9 von 10 Punkten.
Ein Punkt Abzug wegen fehlenden Crunch.

Der Anarchen Band ist für mich deutlich komplizierter. Er schießt komplett an meinen Vorstellungen wie man eine Organisation zugänglicher macht vorbei und bietet anstelle dessen hauptsächlich eine nette Vignetten Sammlung.
Ich gebe mal vorsichtige 5 bis 6 von 10 Punkten.
Vignetten gut und schön, aber mir fehlt der grundlegende Zugang.

Blog-Artikel: Die Teilzeithelden besprechen die V5

Leander Linnhoff hat für die Teilzeithelden eine Rezension der neuen Edition von Vampire: Die Maskerade verfasst:

Rezension – Vampire: The Masquerade 5th Edition – Eine Neuauflage mit Biss (White Wolf)

Leander gibt den geneigten Leser zunächst eine Beschreibung des Rahmen an die Hand, in dem Vampire: Die Maskerade veröffentlicht wurde, den Einfluss den es hatte sowie eine kurze Übersicht über die Entwicklung die zur 5. Edition führte.

Danach geht es an die Edition selbst und zunächst umreist Leander das Setting. Dies geschieht so, dass auch komplette Neulinge eine solide Vorstellung bekommen sollten worum es in Vampire geht. Man erfährt wie sich die Fraktionen gestalten und erhält durchaus angebrachte Hinweise auf Beckett’s Jyhad Diary – ein Settingbuch zu Vampire.

Anschließend wendet er sich dem Regeln vor. Er stellt die grundsätzliche Setzung aus seiner Sicht vor und beschreibt anschließend das W10 Pool-System bei dem man gegen die 6 versucht hinreichend Erfolge zusammen um die Schwierigkeit zu überwinden. Gewürzt wird dieses recht simple System mit Hungerwürfeln, ein Konzept das in dieser Edition eingeführt und in der Review vorgestellt wird.
Die Charaktererschaffung erhält getrennt von den Regeln ein eigenes Segment und wird recht ausführlich erläutert. Hierbei wird nicht nur deutlich wie ein Charakter zustande kommt, sondern weitere Aspekte der Maskerade Vampire dargelegt und abschließend noch die Gruppengestaltung angerissen.

Die Betrachtung des Spiel aus Spielleitersicht schüttet kräftig Lob für das schlanke wie atmosphärische Spiel aus. Daneben hebt er die vielfältigen Möglichkeiten des Setting vor, die Option interessante Aspekte hervorzuheben und die Anpassungen.

Die Betrachtung des Spiel aus Spielersicht merkt an, dass das Spiel härter geworden wäre, was Leander daran festmacht das man aktuell keine Ahnen oder gar noch älteren Vampire spielen kann. Dafür haben verschiedene Aspekte wie die Kräfte der Vampire mehr Oompf bekommen. Ebenso sollte seiner Meinung nach das System um Blut oder die neue Fertigkeit der Blutalchemie interessant sein.

Das Erscheinungsbild bekommt ein quasi solides okay und die Fakten werden gegeben bevor die Rezension mit sehr positiven Fazit abschließt.
Meines Erachtens eine sehr lesenswerte Lektüre 🙂

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Blog-Artikel: Neue Abenteuer bespricht World of Darkness: Sorcerer

Auf dem Blog Neu Abenteuer bespricht Infernal Teddy den Band Sorcerer für die World of Darkness Reihe, der naturgemäß eine prominente Anbindung an Magus: Die Erleuchtung hat:

World of Darkness: Sorcerer
Eine Mage: the Ascension-Rezension von Infernal Teddy

In seiner neusten Besprechung stellt Teddy den Band Sorcerer aus der World of Darkness Reihe vor. Der Band erweitert die Welt der Dunkelheit um die Möglichkeit Zauberer bzw. Heckenmagier zu spielen.

Hierbei handelt es sich um eigentlich normale Sterbliche, welche die Möglichkeit entdeckt haben, eine spezielle Form der Magie respektive Zauber zu wirken. Diese unterscheidet sich von der Magie der Magier aus Magus dadurch das sie wesentlich formeller ist, weniger mächtig und länger braucht. Dafür muss man für diese weder (magisch) erwacht zu sein, noch braucht man einen Avatar.

Der Band ist innerhalb der World of Darkness zwar selbstständig, hat jedoch vorallem Verbindungen zu Magus: Die Erleuchtung, welche Teddy in seiner Besprechung näher erläutert.

Anschließend widmet er sich dem Inhalt des 133 Seiten umfassenden Buch und schildert anschaulich was der Leser in den fünf Kapiteln findet. Man erhält einen guten Einblick in die Gruppierungen, den Aufbau, der Struktur der Fähigkeiten und was man sonst noch so darin findet.

Das Fazit zu dem Band fällt seitens Teddy sehr positiv aus und gibt gleich noch Tipps wie bzw. wo man es verwenden kann. Auch ist es seiner Schilderung nach noch im Rahmen der M20 zu verwenden.
Mir hat die Besprechung jedenfalls Lust gemacht das Buch aus dem Regal zu greifen und einmal einen Blick hineinzuwerfen. Wenn ihr noch mehr Informationen zu dem Werk wollt, lohnt sich ggf. ein Blick in das White Wolf Wiki.

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Blog-Artikel: Neue Abenteuer über Technocracy: Syndicate

Auf dem Blog Neu Abenteuer bespricht Infernal Teddy den Band Technocracy: Syndicate für Magus: Die Erleuchtung:

Technocracy: Syndicate
Eine Mage: the Ascension-Rezension von Infernal Teddy

Mit dieser Besprechung kehrt Teddy zu Mage: The Ascension zurück und betrachtet den letzten Band der Technocracy-Reihe. Wobei das Syndicate wohl mit der NWO für sich beansprucht (wortwörtlich) das Konzept des Geldes erfunden zu haben.

Nach der Beschreibung des Umfangs (72 Seiten) und der Artworks widmet sich Teddy den Inhalt. Wobei das Buch das Syndicate – halb  multinationaler Konzern, halb Mafia – wohl scheinbar schafft gänzlich langweilig darzustellen und kaum etwas spielrelevantes zu bieten. Woran wohl auch der Crunch in Form von Spielzeugen, Rotes, erweiterten Hintergründen und Sonderregeln nichts zu ändern vermögen.

Dementsprechend fällt das Fazit so ziemlich sehr vernichtend aus. Sowohl als Ergänzungband zur 2nd Edition von Magus: Die Erleuchtung, als auch für die Nützlichkeit für die Jubiläumsausgabe. Womit das einzig gute am Buch wohl der Deckel ist mit dem man es zuklappen kann.

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