Ein One-Shot Abenteuer mit Changeling the Lost das leichte Crossover Elemente haben wird. Wenn man ihrem Blog folgt, gibt es später noch Einsichten wie sie den One-Shot gestaltet hat.
Neben Changeling: The Lost hat es ihr auch Werewolf: The Forsaken (dt. Werwolf: Pariah) angetan, und sie hat sich zu einem Abenteuer mit Salonspiel hinreissen lassen:
Auch hierzu gibt es wohl in der Folge noch einen Blog-Eintrag mit weiteren Einblicken.
Ich muss zugeben, dass ich lediglich die Changeling Runde anhörte, diese war allerdings so unterhaltsam das ich gerne beides empfehlen mag.
Daneben gibt es noch zwei weitere, deutschsprachige Blog-Artikel die mir erwähnenswert erscheinen. Auch wenn sie nichts direkt mit der Welt der Dunkelheit zu tun haben.
Der Artikel auf Spielleiter-Wissen befasst sich, wie der Titel bereits sagt, mit dem erschaffen und gestalten einer eigenen Stadt für die eigenen Abenteuer und Chroniken.
Während ich persönlich dazu neige real-existierende Städte zu bevorzugen, liest es sich recht interessant und ist einen Blick bzw. die Lektüre wert.
Das Donnerhaus Blog befasst sich wiederum mit Tipps und Tricks rund um das Thema wie man ansprechende Horror-Geschichten mit einer erzählerischen Herangehensweise schafft. Was auch zur Welt der Dunkelheit passt.
Die Videos sind recht ansprechend gemacht, und wenn man einen Einblick in die V5 haben mag auf jedenfall wert angeschaut zu werden. Mit jeweils um die 10 Minuten sind die Videos auch nicht ewig lang.
Nachdem sich aufgrund meiner Auszeit einiges an Neuigkeiten angesammelt hat, mag ich hiermit eine kleine Übersicht über kürzere News geben.
Aktuell gibt es eine Humble RPG Book Bundle Aktion. Neben den (digitalen) Büchern die man erhält, der WorldOfDarkness.com Subscription, dem Film Judas Goat bietet das Bundle ab 8$ Zugriff auf exklsuive VTES Karten per PoD.
Zwei Dinge gilt es zu beachten. Für die VTES Karten muss man nochmal US-Versand seitens DriveThruRPG berappen, der sich auf $20 bis $30 beläuft. Die Subscription für WorldOfDarkness.com verlängern sich am Ende der drei Monate – sofern man sie nicht vorher kündigte – automatisch weiter.
Mehr Informationen zu den V:TES Karten findet man in dem Blog-Artikel von BlackChantry:
Wie man anhand des Fotos sehen kann, wenn man etwas die Augen zusammenkneift, handelt es sich um Fox in a Box und der erste V:tM Escape Room wird in Los Angeles (USA) umgesetzt werden. Wobei Fox in a Box auch Zweigstellen in anderen Städten und Ländern hat, und es vielleicht – und das ist pure Spekulation meinerseits – einen V:tM Escape Room in Deutschland geben könnte.
Das It is more Than Just Gaming Blog, bespricht Wraith: The Oblivion in der 20th Anniversary Edition:
Der Autor der Review stellt die Jubiläumsausgabe recht kurz und knackig vor. Das heißt er erläutert zunächst die Prämisse, zeigt dann auf was er als positiv empfand, geht auf Herausforderungen ein welches das Buch ggf. bietet – gerade für Neueinsteiger – und schließt dann mit seinem Fazit.
Leander gibt den geneigten Leser zunächst eine Beschreibung des Rahmen an die Hand, in dem Vampire: Die Maskerade veröffentlicht wurde, den Einfluss den es hatte sowie eine kurze Übersicht über die Entwicklung die zur 5. Edition führte.
Danach geht es an die Edition selbst und zunächst umreist Leander das Setting. Dies geschieht so, dass auch komplette Neulinge eine solide Vorstellung bekommen sollten worum es in Vampire geht. Man erfährt wie sich die Fraktionen gestalten und erhält durchaus angebrachte Hinweise auf Beckett’s Jyhad Diary – ein Settingbuch zu Vampire.
Anschließend wendet er sich dem Regeln vor. Er stellt die grundsätzliche Setzung aus seiner Sicht vor und beschreibt anschließend das W10 Pool-System bei dem man gegen die 6 versucht hinreichend Erfolge zusammen um die Schwierigkeit zu überwinden. Gewürzt wird dieses recht simple System mit Hungerwürfeln, ein Konzept das in dieser Edition eingeführt und in der Review vorgestellt wird.
Die Charaktererschaffung erhält getrennt von den Regeln ein eigenes Segment und wird recht ausführlich erläutert. Hierbei wird nicht nur deutlich wie ein Charakter zustande kommt, sondern weitere Aspekte der Maskerade Vampire dargelegt und abschließend noch die Gruppengestaltung angerissen.
Die Betrachtung des Spiel aus Spielleitersicht schüttet kräftig Lob für das schlanke wie atmosphärische Spiel aus. Daneben hebt er die vielfältigen Möglichkeiten des Setting vor, die Option interessante Aspekte hervorzuheben und die Anpassungen.
Die Betrachtung des Spiel aus Spielersicht merkt an, dass das Spiel härter geworden wäre, was Leander daran festmacht das man aktuell keine Ahnen oder gar noch älteren Vampire spielen kann. Dafür haben verschiedene Aspekte wie die Kräfte der Vampire mehr Oompf bekommen. Ebenso sollte seiner Meinung nach das System um Blut oder die neue Fertigkeit der Blutalchemie interessant sein.
Das Erscheinungsbild bekommt ein quasi solides okay und die Fakten werden gegeben bevor die Rezension mit sehr positiven Fazit abschließt.
Meines Erachtens eine sehr lesenswerte Lektüre 🙂
Paco G. Jean hat sich für das G*M*S Magazin mit seinem Idol Mark Rein-Hagen über einige der Kontroversen rund um den zur V5 hinführenden Playtest sowie die Vorschau unterhalten.
Die Folge enthält dementsprechend Inhaltswarnungen bezüglich unflätiger Sprache, der Diskussions rechtsradikaler Ideologien und der Thematisierung von Pädophilie.
Das Interview beziehungsweise Gespräch geht über 1 Stunde 12 Minuten.
Als ein Fazit kann man herausnehmen das sich Mark Rein-Hagen, aufgrund dessen, von Vampire nunmehr vollständig zurück gezogen hat und nicht plant zurück zu kehren.
Jenseits diesem, meiner ehrlichen Meinung nach, bedauernswerten Umstand, ist das Interview beziehungsweise Gespräch mehr als unglücklich.
Wenn man eine vernünftige, intelligente Bearbeitung der Kontroverse möchte, sollte man sich das AMA von White Wolf mit Jason Carl anhören.
Zurück zu dem Podcast.
Eines der, wie ich finde, Kernprobleme ist hierbei das Mark Rein-Hagen erklärt das er die Reaktion auf problematische Inhalte nicht nachvollziehen kann. Dies führt dazu, das die Diskussion an der Motivation der Kontroversen vorbei läuft.
Als eine weitere Konsequenz aus dem Verständnis der Inhalte, der Perspektive auf Künstler respektive Designer, gibt es zu Aussagen in Bezug auf Rollenspiel und Vampire: Die Maskerade die meines Erachtens nicht haltbar sind und in der Tendenz eher schädlich.
Es hilft dahingehend nicht das Mark letztlich jegliche Verantwortung und ein Großteil der Beteilung von sich weist. Wobei er gleichzeitig hervorhebt das es positiv gewesen sein in den Neunzigern Grenzen getestet und überschritten zu haben, und White Wolf in Bezug auf die Konflikte Verlagserfahrung abspricht respektive durchaus aufbringt nicht korrekt reagiert zu haben. Während ich mir sicher bin das es nicht negativ gemeint war, wirkte es sehr danach.
Hinsichtlich des Gespräch fiel im allgemeinen auf das man den Pre-Alpha Playtest konsequent falsch als Alpha Playtest bezeichnet wird. Eine Kleinigkeit die mich weniger stören würde, wäre der Alpha Playtest „Rusted Veins“ nicht wesentlich besser und verdaulicher als der Pre-Alpha Playtest.
Ebenso störte mich die Behauptung, dass der problematischste vorgefertigte Charakter der Pre-Alpha explizit sexuelle Beziehungen zu Kindern hat, wie der Moderator vehement behauptete. Das ist schlicht nicht der Fall.
Während ich durchaus die Ansicht teile das viele der Kritiken an dem Playtests und der Vorschauf auf V5 unberechtigt waren, faktisch falsch sind oder in der Bedeutung unverhältnismäßig aufgeblasen.
Während ich deswegen lange Zeit im Internet Streitgespräche führte. So sehr ich gefühlt eigentlich bei Mark und Paco sein müsste, kann ich das nicht.
Roland vom Dnalors bzw. dem Riesländerprojekt widmet sich, inspiriert von Heathers ländlichen Requiemplänen, dem Thema wie eine ruale Vampir Chronik in Maskerade aussehen kann:
Er geht zunächst auf Gründe ein weshalb es einen Vampir raus aus der Stadt aufs Land bzw. Dorf ziehen könnte und gibt gleich fünf Ansätze hierfür.
Danach betrachtet er weshalb es welche Clans ins ländliche ziehen könnte bzw. was diese dort tun könnten, und erwähnt neben den naheliegenden Gangrel, Ravnos sowie Tzimisce auch Nosferatu wie Ventrue.
Anschließend gibt es noch drei interessante Abenteuer bzw. Szenario Ideen, die meiner Meinung nach durchaus funktionieren können.
Mir gefällt die Idee weiterhin.
Immerhin ist das berühmte American Gothic Gemälde von eher ländlicher Natur, sehr viele Vampireihen spielen auf dem Land (True Blood/Southern Vampire Novels, Midnight), allgemein eignet sich das ländliche gut für Horror (so ziemlich alle Werke von Stephen King) und Dörfer wie kleinere Städte sind schon irgendwie etwas gruselig bis merkwürdig (finde ich).
Beim lesen der „Predator Types“ in der V5 stolperte ich etwas über den „Cleaver“.
(Die Predator Types beschreiben die Jagdmethoden des Spieler-Charakter bis zum Spielbeginn)
Der englische Begriff „Cleaver“ habe ich vor allem in der Übersetzung als Hackbeil präsent, weshalb er bei mir in erster Linie als „Hackbeilmörder“ registrierte.
Die Beschreibung zielt jedoch auf einen Vampir ab der sich von seiner bzw. einer menschlichen Familie ernährt und sich an diese klammert.
Der Unterschied ist durchaus frappierend, und führte dazu das ich auf der GenCon dachte einen Diableristen zu spielen, anstelle eines, nunja, Familienmensch.
Was heißt eigentlich „Cleaver“?
Cleaver als englischer Begriff kann Hackbeil bedeuten, muss es aber nicht. Er kann ebenso für Begriff als Kletten (Galium aparine) genutzt werden oder als Wort für kleben bzw. klammern.
Daneben gibt es die amerikanische Serie Leave it to Beaver (1957-63), welche sich rund um die Geschicke der Familie Cleaver drehte. Die Serie zeichnete das Bild einer guten, amerikanischen Kleinfamilie so überzeugend, das der Familienname Synonym für eine perfekte Kernfamilie (nuclear family) wurde.
Die Serie lief zwar in Deutschland unter „Erwachsen müsste man sein“, hatte jedoch nach meiner Kenntnis keinen vergleichbaren Erfolg und war mir gänzlich unbekannt.
In Bezug auf die V5 beschreibt die Jagdmethode einen Vampir der eine Familie hat, seine eigene oder eine adoptierte, und sich von ihr ernährt.
Es besteht zwar die Gefahr, dass die Camarilla oder ein älterer Vampir die Familie auslöscht, zum Allgemeinwohl und eventuell gar zum besten des Vampirs, damit es zu keinem Maskeradebruch kommt, allerdings gibt es jenseits dessen keine Verweise auf körperliche Gewalt gar mit Hackbeilen.
Wieso Alternativen?
Damit andere Spieler einen klaren Begriff haben.
Weil ich es recht interessant und kurzweilig finde darüber nachzudenken. Vielleicht weil mir aktuell noch etwas der Familien-Faktor in der V5 fehlt, den zuvor die Giovanni boten.
Zu den Familien-Alternativen…
Biedermeier
Die Biedermeier-Epoche und das Bild der Biedermeier-Familie ist das erste was mir zu dem Thema „harmonisches deutsches Familienbild“ einfiel. Noch bevor ich an verschiedene Serien dachte.
Ich müsste lügen, ohne den Blick auf Wikipedia mehr als das Bild bzw. den Stil vor Augen gehabt zu haben. Allerdings erscheint es mir, auch nach der selektiven Lektüre von Wikipedia als passend.
Die Epoche formte das Verständnis der Familie als eigene Einheit, die Familien zur Biedermeierzeit sind groß genug als das ein Vampir auf die Idee kommen könnte.
Biedermeier ist ein Begriff der sowohl älteren als auch neueren Vampiren geläufig sein sollte, und der durchaus nicht ausschließlich positiv belegt ist, sondern den man mit einer gewissen Spießigkeit assoziert. Wohl weil es mit der Formung des Bürgertums einherging. Ein Umstand der wiederum auch nahelegt das man es als Selbstbezeichnung wählen könnte.
Aktuell ist es mein favorisierter Begriff.
Fräggel
„Fräggels das sind wir, tonnenweise Dosenbier“ (Hach, meine Jugend).
Das aus der Jim Henson Schmiede stammende Fraggle Rock war nicht nur in den USA ein ziemlicher Hit, sondern auch in Deutschland. Es ist zwar keine klassische Familie, allerdings irgendwo müssen die ganzen Fräggels ja herkommen, und viel raus kommen sie nicht.
Es wäre sicherlich kein Begriff der einem Mitglied der Camarilla über die Lippe käme, für Anarchen oder andere rebellischere, jüngere Vampire könnte es durchaus passen.
Auch dann wenn sich jemand bewusst und aus Überzeugung heraus dazu entscheidet eine Familie aufzubauen und sie ggf. sogar einzuweihen. Die Camarilla, die Second Inquisition und andere die drauf aus sind die Familie zu ermorden könnten als Gorgs beschimpft werden.
Nun, und wenn ich dran denke das ich als Kind andere Mitmenschen mal Fräggel nannte … wäre es wohl auch halbwegs Maskeradegerecht.
Stepfords
Basierend auf den Roman The Stepford Wives von Ira Levin aus dem Jahr 1972, der zwei Verfilmungen nach sich zog, erscheint mir der Begriff Stepfords passend. Bei dem Buch wie auch den Filmen handelt es sich um satirische Thriller die sich dem Idealbild des amerikanischen Vorort widmen.
Auch wenn dieser im Original eine Gemeinde bezeichnet und keine Familie, finde ich den Begriff geeignet.
Er würde im Gegensatz zu den meisten anderen Begriffen hervor heben, das was der Vampir dort in Bezug auf seine Familie macht in der Regel kein moralisch gutes Handeln ist und eine Erklärung bieten weshalb er mit dieser Jagdmethode wahlweise eine Spezialisierung auf Gaslighting oder Vertuschung erhält.
Daneben passt der Horror- bzw. Thrilleraspekt von den Frauen von Stepford ausgezeichnet zu Vampire.
Beimers, Drombuschs
Es gibt auch im deutschen Fernseh‘ mehr oder weniger funktionale Familienserien. Darunter die Familie Beimer, mit Mutter Beimer, sowie die Familie der Drombuschs.
Rechts: Familie Beimer (Lindenstraße), Links: Familie Drombusch
Ich persönlich habe weniger als eine handvoll Folgen Lindenstraße gesehen, und keine Folge der Drombuschs, zumindest keine an die ich mich erinnere. Daher kann ich nur eingeschränkt beurteilen wie gut sie passen. Ich vermute mal es könnte hinhauen.
Waltons, Tetzlaff, Biedermann und mehr,…
Natürlich gibt es noch weitere Optionen, weitere Familien bei denen man sich hinsichtlich des Namens entlehnen kann oder die als Inspiration dienen können.
Eventuell sogar für neue Jagdmethoden..
Von oben rechts nach unten links: Biedermann, Teztlaffs, Bundies, Waltons und mehr…
Biedermann, nach Biedermann und die Brandstifter, würde sich anbieten wenn man deutlich zum Ausdruck bringen will für wie dämlich und naiv man die Jagdmethode hält.
Die Tetzlaffs aus Ein Herz und eine Seele als Referenz bietet sich eventuell an wenn man den Vampir als Ekel (Alfred) sieht, die Bundies aus Married with Children wenn man den Humor brachialer mag. Die Waltons sind mir als funktionierende amerikanische Familie eingefallen, die hier nicht so arg unbekannt wie die Cleaver sind.
In gänzlicher Unkenntnis des Original bieten sich vielleicht auch Lönneberga oder Svensson an, also wie Michel aus Lönneberga. Schließlich scheint sich auch Leave if to Beaver hauptsächlich um ein Kind zu drehen, welches regelmäßig Unsinn macht.
Zu den anderen Alternativen…
Klette, Familienklette
Cleaver hat unter anderen die Bedeutung einer Person die sich an andere klammert bzw. krallt. Eine solche Person bezeichnete man in meiner Jugend mitunter auch als Klette.
Vielleicht nach dem Klettverschluß, hauptsächlich aber nach den Kletten die man nach dem toben im Grünen ggf. an sich pappen hatte.
Der Begriff dürfte durchaus passen.
Als eher neckender Begriff könnte man auch zum Klammeraffen bzw. Klammeräffchen greifen.
Familienfreund, Familientier, Gesellschaftstier
Wären etwas freiere Alternativen. Die soweit den Kern gut treffen sollten.
Diskussionen…
Wenn ihr weitere Vorschläge habt, Meinungen oder sowas, einfach melden.
Entweder direkt hier, auf Facebook, auf RSP-Blogs oder an den vielen Orten wo ich den Artikel hin verteile. Besonderen Dank geht schonmal an die fB Gruppe, von der ich viele Ideen entliehen bzw. bekommen habe.
Kleines Fazit
Ich bin gespannt wie es übersetzt wird und darüber nachzudenken war kurzweilig.
Meiner Meinung nach kann der Familienfaktor bei V:tM kaum hoch genug sein und ich bin mir noch nicht sicher ob ich das Thema Cleaver nicht noch weiter beackere (*mumblemumble*IchVermisseDieGiovanni*mumblemumble*).