Gestern hat Onyx Path Publishing ihren 32. Kickstarter gestartet. Mit diesem finanzieren sie den V5 Ergänzungsband „Chicago by Night“, welcher unter anderem die Lasombra als spielbaren Clan enthält:
Ich bin natürlich schon dabei, und mag den Kickstarter hiermit auch empfehlen. Er wird wahrscheinlich auch noch eine genauere Vorstellung meinerseits erhalten. Solange könnt ihr euch ggf. noch den kurzen Bericht bei ICv2 darüber durchlesen:
In Bezug auf das Computerspiel Bloodlines wurde die 4 Version des Clan-Quest Mod erstellt. Welche einige andere Mods zusammenfasst und das Spiel deutlich erweitert:
Wenn nicht für Euch, dann vielleicht für Freunde? Die Beschreibung sind doch eher kurz und knackig gehalten.
Solltet ihr ein Interesse an Print on Demand T-Shirts haben, mit denen ihr das Symbol eures Lieblingsclan auf der Brust tragen könnt, oder einer Tasse mit Camarilla Symbol bietet euch Onyx Path die Option bei Redbubble zuzugreifen:
In älteren Artikeln stellte er andere Aspekte seiner Sammlung vor.
Abschließend als kurze eigene Worte. Ich bin leider immer noch gesundtheitlich angeschlagen. Versuche aber jetzt wieder täglich zu bloggen. Ich hoffe das es klappt, sollte es jedoch zu Pausen kommen, bitte ich diese zu entschuldigen.
Wie jedes Jahr stehen auch dieses wieder die Internationalen Spieltage in Essen an. Zehntausende Besucher werden sich die aktuellen Spieleneuheiten ansehen und White Wolf ist ebenso dabei wie Nice Games – die Macher des Vampire Heritage Spiel.
White Wolf findet ihr in der Halle 5 am Stand A104. Im Programheft der SPIEL auf Seite 12, im Hallenplan links unten.
Hier habt ihr die Möglichkeit euch über die 5. Edition zu informieren, eine kleine V5 Schnupperrunde zu spielen, ein V:TES Spiel zu spielen oder auch die erste Version des Heritage Legacy Brettspiel von Nice Games auszuprobieren.
Ihr könnt daneben auch mich treffen, da Jenny Lux und ich als Supporter, die V5 Runden leiten werden.
Nice Games Publishing wiederum findet ihr in der Halle 4 am Stand E103. Im Programheft der SPIEL auf Seite 11, im Hallenplan Mitte links an der Seite.
Hier habt ihr die Möglichkeiten sowohl mit den Machern des Vampire Heritage Legacy Brettspiel zu sprechen, als auch es auszuprobieren. Ihr könnt hierbei von einen von 4 Clans wählen – das spätere Spiel wird natürlich mehr Clans beinhalten.
Modiphius wiederum findet ihr in der Halle 6 am Stand I100. Im Programheft der SPIEL auf Seite 13, im Hallenplan links oben.
Dort könnt ihr unter anderem die 5. Edition von Vampire: The Masquerade kaufen.
Neben der aktuellen Twitch-Reihe in dem Jason Carl mit einigen Geek & Sundry Leuten eine achtteilige V5 Chronik in Los Angeles bespielt, bietet Geek & Sundry auch zwei Berichte über Elemente der V5:
Der Artikel geht recht kurz auf die „Nullte Sitzung“ ein, bei der man in der 5ten Edition den eigenen Charakter sowie den gemeinsamen Klüngel schafft. Hierfür bietet White Wolf geneigten Spielern Relationship Charts (eine Beziehungsmatrix) als hilfreiches Mittel an die Hand.
Der Artikel beschreibt, wie der Name umreisst, die Welt der Dunkelheit in der V5 kurz. Sehr kurz und aus der Sicht von jemanden der mit den vorherigen Editionen vertraut ist. Weshalb der Sabbat prominentere Erwähnung findet als die eigentlich präsenteren Anarchen.
In diesem Artikel wiederum führen Geek & Sundry aus wie sich die Maskerade gestaltet und wie in dem Kontext die Dynamik zwischen Anarchen und Camarilla funktioniert.
Der Artikel lehnt sich, meiner Meinung nach, deutlich in Richtung der Camarilla – als die starke, übermächtige Fraktion an der keiner vorbei kommt – ist dennoch meiner Meinung nach lesenswert.
Die Videos sind recht ansprechend gemacht, und wenn man einen Einblick in die V5 haben mag auf jedenfall wert angeschaut zu werden. Mit jeweils um die 10 Minuten sind die Videos auch nicht ewig lang.
Leander gibt den geneigten Leser zunächst eine Beschreibung des Rahmen an die Hand, in dem Vampire: Die Maskerade veröffentlicht wurde, den Einfluss den es hatte sowie eine kurze Übersicht über die Entwicklung die zur 5. Edition führte.
Danach geht es an die Edition selbst und zunächst umreist Leander das Setting. Dies geschieht so, dass auch komplette Neulinge eine solide Vorstellung bekommen sollten worum es in Vampire geht. Man erfährt wie sich die Fraktionen gestalten und erhält durchaus angebrachte Hinweise auf Beckett’s Jyhad Diary – ein Settingbuch zu Vampire.
Anschließend wendet er sich dem Regeln vor. Er stellt die grundsätzliche Setzung aus seiner Sicht vor und beschreibt anschließend das W10 Pool-System bei dem man gegen die 6 versucht hinreichend Erfolge zusammen um die Schwierigkeit zu überwinden. Gewürzt wird dieses recht simple System mit Hungerwürfeln, ein Konzept das in dieser Edition eingeführt und in der Review vorgestellt wird.
Die Charaktererschaffung erhält getrennt von den Regeln ein eigenes Segment und wird recht ausführlich erläutert. Hierbei wird nicht nur deutlich wie ein Charakter zustande kommt, sondern weitere Aspekte der Maskerade Vampire dargelegt und abschließend noch die Gruppengestaltung angerissen.
Die Betrachtung des Spiel aus Spielleitersicht schüttet kräftig Lob für das schlanke wie atmosphärische Spiel aus. Daneben hebt er die vielfältigen Möglichkeiten des Setting vor, die Option interessante Aspekte hervorzuheben und die Anpassungen.
Die Betrachtung des Spiel aus Spielersicht merkt an, dass das Spiel härter geworden wäre, was Leander daran festmacht das man aktuell keine Ahnen oder gar noch älteren Vampire spielen kann. Dafür haben verschiedene Aspekte wie die Kräfte der Vampire mehr Oompf bekommen. Ebenso sollte seiner Meinung nach das System um Blut oder die neue Fertigkeit der Blutalchemie interessant sein.
Das Erscheinungsbild bekommt ein quasi solides okay und die Fakten werden gegeben bevor die Rezension mit sehr positiven Fazit abschließt.
Meines Erachtens eine sehr lesenswerte Lektüre 🙂
Beim lesen der „Predator Types“ in der V5 stolperte ich etwas über den „Cleaver“.
(Die Predator Types beschreiben die Jagdmethoden des Spieler-Charakter bis zum Spielbeginn)
Der englische Begriff „Cleaver“ habe ich vor allem in der Übersetzung als Hackbeil präsent, weshalb er bei mir in erster Linie als „Hackbeilmörder“ registrierte.
Die Beschreibung zielt jedoch auf einen Vampir ab der sich von seiner bzw. einer menschlichen Familie ernährt und sich an diese klammert.
Der Unterschied ist durchaus frappierend, und führte dazu das ich auf der GenCon dachte einen Diableristen zu spielen, anstelle eines, nunja, Familienmensch.
Was heißt eigentlich „Cleaver“?
Cleaver als englischer Begriff kann Hackbeil bedeuten, muss es aber nicht. Er kann ebenso für Begriff als Kletten (Galium aparine) genutzt werden oder als Wort für kleben bzw. klammern.
Daneben gibt es die amerikanische Serie Leave it to Beaver (1957-63), welche sich rund um die Geschicke der Familie Cleaver drehte. Die Serie zeichnete das Bild einer guten, amerikanischen Kleinfamilie so überzeugend, das der Familienname Synonym für eine perfekte Kernfamilie (nuclear family) wurde.
Die Serie lief zwar in Deutschland unter „Erwachsen müsste man sein“, hatte jedoch nach meiner Kenntnis keinen vergleichbaren Erfolg und war mir gänzlich unbekannt.
In Bezug auf die V5 beschreibt die Jagdmethode einen Vampir der eine Familie hat, seine eigene oder eine adoptierte, und sich von ihr ernährt.
Es besteht zwar die Gefahr, dass die Camarilla oder ein älterer Vampir die Familie auslöscht, zum Allgemeinwohl und eventuell gar zum besten des Vampirs, damit es zu keinem Maskeradebruch kommt, allerdings gibt es jenseits dessen keine Verweise auf körperliche Gewalt gar mit Hackbeilen.
Wieso Alternativen?
Damit andere Spieler einen klaren Begriff haben.
Weil ich es recht interessant und kurzweilig finde darüber nachzudenken. Vielleicht weil mir aktuell noch etwas der Familien-Faktor in der V5 fehlt, den zuvor die Giovanni boten.
Zu den Familien-Alternativen…
Biedermeier
Die Biedermeier-Epoche und das Bild der Biedermeier-Familie ist das erste was mir zu dem Thema „harmonisches deutsches Familienbild“ einfiel. Noch bevor ich an verschiedene Serien dachte.
Ich müsste lügen, ohne den Blick auf Wikipedia mehr als das Bild bzw. den Stil vor Augen gehabt zu haben. Allerdings erscheint es mir, auch nach der selektiven Lektüre von Wikipedia als passend.
Die Epoche formte das Verständnis der Familie als eigene Einheit, die Familien zur Biedermeierzeit sind groß genug als das ein Vampir auf die Idee kommen könnte.
Biedermeier ist ein Begriff der sowohl älteren als auch neueren Vampiren geläufig sein sollte, und der durchaus nicht ausschließlich positiv belegt ist, sondern den man mit einer gewissen Spießigkeit assoziert. Wohl weil es mit der Formung des Bürgertums einherging. Ein Umstand der wiederum auch nahelegt das man es als Selbstbezeichnung wählen könnte.
Aktuell ist es mein favorisierter Begriff.
Fräggel
„Fräggels das sind wir, tonnenweise Dosenbier“ (Hach, meine Jugend).
Das aus der Jim Henson Schmiede stammende Fraggle Rock war nicht nur in den USA ein ziemlicher Hit, sondern auch in Deutschland. Es ist zwar keine klassische Familie, allerdings irgendwo müssen die ganzen Fräggels ja herkommen, und viel raus kommen sie nicht.
Es wäre sicherlich kein Begriff der einem Mitglied der Camarilla über die Lippe käme, für Anarchen oder andere rebellischere, jüngere Vampire könnte es durchaus passen.
Auch dann wenn sich jemand bewusst und aus Überzeugung heraus dazu entscheidet eine Familie aufzubauen und sie ggf. sogar einzuweihen. Die Camarilla, die Second Inquisition und andere die drauf aus sind die Familie zu ermorden könnten als Gorgs beschimpft werden.
Nun, und wenn ich dran denke das ich als Kind andere Mitmenschen mal Fräggel nannte … wäre es wohl auch halbwegs Maskeradegerecht.
Stepfords
Basierend auf den Roman The Stepford Wives von Ira Levin aus dem Jahr 1972, der zwei Verfilmungen nach sich zog, erscheint mir der Begriff Stepfords passend. Bei dem Buch wie auch den Filmen handelt es sich um satirische Thriller die sich dem Idealbild des amerikanischen Vorort widmen.
Auch wenn dieser im Original eine Gemeinde bezeichnet und keine Familie, finde ich den Begriff geeignet.
Er würde im Gegensatz zu den meisten anderen Begriffen hervor heben, das was der Vampir dort in Bezug auf seine Familie macht in der Regel kein moralisch gutes Handeln ist und eine Erklärung bieten weshalb er mit dieser Jagdmethode wahlweise eine Spezialisierung auf Gaslighting oder Vertuschung erhält.
Daneben passt der Horror- bzw. Thrilleraspekt von den Frauen von Stepford ausgezeichnet zu Vampire.
Beimers, Drombuschs
Es gibt auch im deutschen Fernseh‘ mehr oder weniger funktionale Familienserien. Darunter die Familie Beimer, mit Mutter Beimer, sowie die Familie der Drombuschs.
Rechts: Familie Beimer (Lindenstraße), Links: Familie Drombusch
Ich persönlich habe weniger als eine handvoll Folgen Lindenstraße gesehen, und keine Folge der Drombuschs, zumindest keine an die ich mich erinnere. Daher kann ich nur eingeschränkt beurteilen wie gut sie passen. Ich vermute mal es könnte hinhauen.
Waltons, Tetzlaff, Biedermann und mehr,…
Natürlich gibt es noch weitere Optionen, weitere Familien bei denen man sich hinsichtlich des Namens entlehnen kann oder die als Inspiration dienen können.
Eventuell sogar für neue Jagdmethoden..
Von oben rechts nach unten links: Biedermann, Teztlaffs, Bundies, Waltons und mehr…
Biedermann, nach Biedermann und die Brandstifter, würde sich anbieten wenn man deutlich zum Ausdruck bringen will für wie dämlich und naiv man die Jagdmethode hält.
Die Tetzlaffs aus Ein Herz und eine Seele als Referenz bietet sich eventuell an wenn man den Vampir als Ekel (Alfred) sieht, die Bundies aus Married with Children wenn man den Humor brachialer mag. Die Waltons sind mir als funktionierende amerikanische Familie eingefallen, die hier nicht so arg unbekannt wie die Cleaver sind.
In gänzlicher Unkenntnis des Original bieten sich vielleicht auch Lönneberga oder Svensson an, also wie Michel aus Lönneberga. Schließlich scheint sich auch Leave if to Beaver hauptsächlich um ein Kind zu drehen, welches regelmäßig Unsinn macht.
Zu den anderen Alternativen…
Klette, Familienklette
Cleaver hat unter anderen die Bedeutung einer Person die sich an andere klammert bzw. krallt. Eine solche Person bezeichnete man in meiner Jugend mitunter auch als Klette.
Vielleicht nach dem Klettverschluß, hauptsächlich aber nach den Kletten die man nach dem toben im Grünen ggf. an sich pappen hatte.
Der Begriff dürfte durchaus passen.
Als eher neckender Begriff könnte man auch zum Klammeraffen bzw. Klammeräffchen greifen.
Familienfreund, Familientier, Gesellschaftstier
Wären etwas freiere Alternativen. Die soweit den Kern gut treffen sollten.
Diskussionen…
Wenn ihr weitere Vorschläge habt, Meinungen oder sowas, einfach melden.
Entweder direkt hier, auf Facebook, auf RSP-Blogs oder an den vielen Orten wo ich den Artikel hin verteile. Besonderen Dank geht schonmal an die fB Gruppe, von der ich viele Ideen entliehen bzw. bekommen habe.
Kleines Fazit
Ich bin gespannt wie es übersetzt wird und darüber nachzudenken war kurzweilig.
Meiner Meinung nach kann der Familienfaktor bei V:tM kaum hoch genug sein und ich bin mir noch nicht sicher ob ich das Thema Cleaver nicht noch weiter beackere (*mumblemumble*IchVermisseDieGiovanni*mumblemumble*).
Nächstes Wochendende findet in dem Vereinsheim des Thoule e.V. die 15. Karlsruher RollenSpielTage statt.
Ich bietet hierbei einerseits den Schnellstarter für die V5 an, andererseits Bluthunger, das Szenario der Wrecking Crew welches auch auf der GenCon gespielt wurde:
Daneben gibt es natürlich auch viele, weitere Spielrunden zu den unterschiedlichsten System. Von großen wie DSA, Cthulhu und D&D bis hin zu kleineren wie Faith, City of Mist, Microscope und brandneuen wie Hong Kong Story oder Biker World.
Das Vereinsheim ist recht gemütlich und die RollenSpielTage kosten recht wenig.