Blog-Artikel (EN): Der Soziale Crawl von/mit Jon Munger

In einer kleinen Reihe hat sich Jon Munger auf seinem Blog Turpentine Mouthwash mit einem Social Crawl System befasst. Dieses soll analog zu einem Dungeon Crawl soziale Konflikte greifbarer gestalten:

The Social Crawl Part I

The Social Crawl, Part II

Allgemein geht er auf den Social Crawl als Hex Crawl mit Personen ein, wobei ein Hex-Feld, oder Marker wie er es nennt, eine Person von besonderen Interesse und deren Anhang umfasst. Die Personen sind über Verknüpfungen verbunden und man erhält somit eine Landschaft mit unterschiedlichen Eigenschaften (entfremdeter Liebhaber, verhasster Feind, etc.) die man navigieren kann.

Der erste Blog-Artikel gibt hierbei die Anleitung wie man den Social Crawl erstellt. Das bauen benötigt hierbei wesentlich mehr Aufwand als das leiten des Social Crawl.
Er bietet hierbei Anleitung von unterschiedlich großen Verstrickungen, von solchen mit 3×3 Parteien (Eine kleine Stadt oder ein Haus) bis hin zu 5×5 Parteien (eine Domäne). Die Verbindungen der Parteien kann man selbst erstellen oder anhand von verschiedenen Tabellen bezüglich ihrer Art, Intensität, Thema und dergleichen auswürfeln. Hierfür braucht man jeweils einen W6, W8 und W10 und man kann es natürlich auch mit dem Charakter-Generator kombinieren.

Der zweite Blog-Artikel geht darauf ein wie man den Social Crawl leitet, respektive im Spiel umsetzt. Hierbei beschreibt Jon zunächst eine Falle, in die man nach Möglichkeit nicht tappen sollte – das heißt die Karte wie ein Igel im Scheinwerferlicht anstarren und auf ein Wunder hoffen. Statt dessen gibt er Tipps wie man die Karte verinnerlicht und als ein Puzzle nutzt um Plot zu erzeugen. Wie man die verschiedenen Örtlichkeiten und die Nichtspieler-Charaktere nutzen kann.
Hierbei hilft die Struktur und das man den Einfluss als eine Art Wasserstrom betrachten kann. Was meines Erachtens das spannendste Konzept ist. Daneben ist die Karte reaktiv, dass heißt Spieler-Handlungen haben Auswirkungen und die Nicht-Spieler Figuren haben natürlich eigene Ansichten wie Meinungen neben der Agenda.
Auf Seite der Spieler könnten diese sich durch Gespräche mit den NSCs durch die Karte navigieren.
Hierbei gibt Jon auch konkrete Vorschläge für OSR Systeme sowie für D&D 5E wie sich Gruppen auf Gespräche und Interaktion vorbereiten respektive „scouten“ können. In Bezug auf Vampire würde es sich anbieten die vorgeschlagenen Würfe mit solchen auf die Hintergründe oder soziale Fertigkeiten abzuhandeln. Neben dem Spiel.
Daneben gibt er Vorschläge wie sich die Interaktion gestalten kann, wie man die Verbindungen aufgreifen kann und wie man mit Fallen umgeht und sie ins Spiel bringt. Fallen sind in dem Fall Verbindungen zwischen Parteien, die wenn man „drauf tritt“ eine negative Reaktion zur Folge haben. Quasi das Tabu-Thema das man nicht ansprechen sollte, aber eventuell nicht kennt.

Im Nachwort geht er nochmals darauf ein wie man das System für verschiedene Szenarien nutzen kann. Ich persönlich finde es super spannend, interessant und auch für Vampire sowie andere Spiele der Welt der Dunkelheit nutzbar.

Habt ihr ein ähnliches System? Benutzt ihr ein anderes? Oder macht ihr es eher so „aus dem Handgelenk“ heraus?

Turpentine Mouthwash - Blog Cover
The Social Crawl Part I
The Social Crawl, Part II

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