Ulisses Krieg der Clans: Toreador vs. Tzimisce

Die dritte Runde des Krieg der Clans ist abgeschlossen und diesmal hat tatsächlich mein Favorite, das heißt die Lasombra, souverän gewonnen. Mit deutlicheren Abstand als die Kappadozianer in der Runde zuvor, was meine gehäßige Seele erfreute.
In der vierten Runde stehen sich zwei recht künstlerisch veranlagte Clans gegenüber. So kann man sich zwischen dem Clan der Rose (Toreador) und den Voivoden (Tzimisce) entscheiden:

Facebook Post mit der Abstimmung zwischen Toreador und Tzimisce

Für meine persönliche Stimme musste ich etwas überlegen, habe ich doch bereits Charaktere von beiden Clans gespielt. Wenn auch Tzimisce nur im Dunklen Zeitalter.

Der künstlerische Aspekt der Toreador ist recht interessant und bot den Ansatz einen Jazz-Künstler in einer Pen und Paper Runde zu spielen oder eine eher zarte Künstlerin inspiriert von Audrey Tautou. Beide durchaus zu meiner Zufriedenheit. Auch ist etwas dran, wenn man behauptet das die Figuren in den Büchern von Anne Rice allesamt Toreador sind. Insbesondere Louis de Pointe du Lac.
Daneben gibt es jedoch den Sprung zwischen „künstlerisch“ und „furchtbar prätentiös“. Eine Charakter-Diagnose die bereits Lestat treffend in Bezug auf Louis zum Ende des Films hin trifft. Die Szene in der er feststellt das Louis nach all den Jahren immernoch rumjammert wie am ersten Tag seiner Nacht. Ebenso gibt es die Herausforderung das sich Toreador mitunter anfüllen wie eine Highschool Clique zu spielen. Eine besonders toxische und unsympathische Clique. Etwas das ich selbst gespielt nur „so und so gut“ ab kann

Der Aspekt des Formens der Tzimisce wiederum ist ebenso interessant. Es bietet durchaus interessante Betätigungsfelder und Interpretationen. Das heißt jenseits des Body-Horror kann man sich durchaus auch mit sinnvolleren body modifications befassen oder gar auf die Idee kommen es zur Heilung einsetzen. Nun und selbst dem Body-Horror lassen sich in Bezug auf die Selbstfindung und Selbstdarstellung interessante Aspekte abgewinnen.
Dem hinzu kommt die Verankerung in Transsylvanien, dem Voivodentum respektive dem Aspekt des traditionellen Adel. Einerseits bietet es eine interessante Clansstruktur, einen faszinierenden Unterbau hinsichtlich des Verständnis des Umgangs. Andererseits klebt der Clan damit wie kein anderer am Dracula-Mythos.
Außerdem haben sie Wiedergänger/Guhl Familien, nun und wie erklärt mag ich Vampire mit Familien.
Das wird dann allerdings dadurch herausgefordert das mir der Dracula-Mythos mitunter heftig auf den Senkel geht. Vielleicht auch nur weil ich mit der Geschichte, gerade wie sie in Bram Stokers Dracula präsentiert wurde, so nahezu nichts anfangen kann und die mir sympathischste Variante „Dracula – Tod aber glücklich“ ist. Wobei hinzukommt das ich bisher noch nicht raus hab wie sich Tzimisce mit der Gegenwart vertragen.
Nun, und dann kann es hinsichtlich des Body-Horror einerseits sehr stark nach Stumpf ist Trumpf gehen, respektive lädt die Disziplin zu allerlei Unfug ein. Sei es das man alle vier körperlichen Attribute auf 5 schiebt – am besten nachdem man dort sparte – oder das man die Clansschwäche durch Erd-Säckerl im Körper weg macht.

Am Ende setzten sich, für mich, die Tzimisce dennoch knapp durch.

Krieg der Clans - Tzimisce - PlayDoh Skulptur von José Cardoso (https://www.behance.net/gallery/36075051/P-H-O-T-O-G-R-A-P-H-S-2)
Tzimisce, Wenn man Play Doh mag und Menschen,
In der Reihenfolge (Artwork von José Cardoso)

2 Gedanken zu „Ulisses Krieg der Clans: Toreador vs. Tzimisce

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