[V5 Spielbericht] Hecata Diaries: Teil 1 – Bloody & Rotten

Ich habe angefangen in eine V5 Kampagne in München als Spielerin mitzuspielen.
Einerseits bin ich sehr vom Spiel begeistert. Andererseits gibt es für die Spielberichte ein Erfahrungspunkt. Womit diese Serie, in dem ich eben dies öffentlich poste, seinen Anfang nimmt.

Das Szenario spielt in München um die aktuellen zwanzigzehner, also leicht in der Vergangenheit.

Zunächst jedoch zu den Spielerfiguren:

V5 Clan Symbol Toreador auf weißen HintergrundKlara Renaud – Clan Toreador – Gesellschafterin aus New York die zugleich Kind der Toreador Primogen in München.

V5 Clan Symbol Ventrue auf weißen HintergrundIsabeau Gabrielle – Clan Ventrue – Mitglied des Circulatory Network und nach München gekommen, da die Stadt mit der jungen Ventrue Prinz Möglichkeiten bietet.

VtM Lasombra V5 Symbol

Imunar – Clan Lasombra – Ehemaliges Mitglied des Sabbats welches von den Kriegswirren genug hat und sich nun in München in den Schoß der Camarilla einmümmeln mag.

VtM Hecata V5 Symbol (GenderQueer Pride Style)

Francesca Giovanni – Clan Hecata – Nekromantische Diplomatin die mitbeteiligt war einen Platz für die Hecata in München auszuhandeln und mit einer Carmelita-Bibliothek in die Stadt kam.

Die Charaktere haben sich zu einem Think Tank der in der mundanen Welt als „Vermillion Consulting“ bekannt ist, zusammengeschlossen. Man arbeitet gemeinsam daran Positionen und Status in der Camarilla zu erlangen.

1. Szene Teil 1 – Rotweißer StartUp Alptraum

Das Gebäude der Agentur befindet sich in der Nähe der bayrischen Staatsbibliothek in einem eher gehobeneren Viertel, in einem Gebiet welches im Großen und Ganzen von den Toreador beansprucht wird.

Die Charaktere haben sich in einen Konferenzraum des Vermillion Consulting eingefunden. Die Einrichtung ist modern in weiß wie rot gehalten, mit schweren, vermillionen farbigen Vorhängen und Kronleuchtern.

In diesem ungewohnten Mix aus Start-Up und Gothik Installation hält gerade einer der Angestellten eine Powerpoint Präsentation zu dem finanziellen Erfolg, respektive der überaus ausgeglichenen finanziellen Situation der Agentur.
Die Gruppe sinniert noch darüber, dass die Agentur weder Ressourcen abwirft, aber auch nichts kostet, als die Rezeption meint es sei ein Pizzabote da mit einer Lieferung für einen „Imunar“.

1. Szene Teil 2 – Pizza Amici Noire

Man ist geneigt ihn einfach weg zu schicken, als Francesca schaltet das Imunar nicht der Name der Maske des Lasombra ist, und den Pizzaboten hinein kommen läßt, während der Präsentator hinaus gebeten wird.

Der junge Mann erscheint mit einer Baseball Cap, Sonnenbrille und ist sichtlich nervös als sich die Raubtiere erkundigen wer den nun die Pizza bestellt habe, er wird jedoch mit einer offensichtlichen Lüge „Die Bestellung kam aus ihrem Haus“ wieder gehen gelassen.
Stattdessen wendet man sich dem interessanteren Pizzakarton zu, welcher ein Diktiergerät preisgibt.

Das Diktiergerät hat mehr als offensichtlich gelitten, und gibt nach verschiedenen Überlegungen zum „hacken“ – Francesca bot an es aufzunehmen und Rausch-Filter drüber zu jahen, sehr zur Irritation der technisch weniger begabten Camarilla Mitglieder sowie dem Lasombra – nach mundanen „mehrfach anhören“ ein paar Informationen preis:

In der nächsten Nacht kommt ein Lasombra Antitribu Namens Quaid in München an.
Er wird in die Spedition „Rosa Bichelsberger Spedition GmbH“ geliefert.
Er erwartet das ihn Imunar, als Clansbruder, dort empfängt.

Man findet schnell heraus das Quaid ein angesehener Blutsverwandter aus Seattle ist, leider ist über den Ozean in Seattle noch Tag. Ebenso stellt sich heraus das die Spedition im Gebiet des Vogt Gerhard Röhrich liegt, aber es mehr ein riesiges Gebiet mit vielen, kleinen Vampiren ist.

Der Umstand das der Vogt Röhrich heißt, und wir alle so quasi Gen X bzw. Millenials sind, führte zu jede Menge Werner Beinhart Frotzeleien XD

Francesca nutzt die Idee sich nach dem Clanszusammenhalt der Lasombra zu erkundigen um abzuschätzen in wie weit Imunar Verstärkung benötigt. Der Lasombra erzählt ihr von dem Clanszusammenhang, viel mehr aber noch das es im Grunde ein System ist in der „die stärksten“ nach oben kommen. Recht froh als Giovanni geboren worden zu sein, und als solche geschaffen – auch wenn man sich jetzt Hecata nennt, schließt sie für sich daraus das Lasombra eher weniger gut miteinander können.

Man erwägt verschiedene Ansätze.
Man könnte über Tag versuchen Informationen zu erhalten.
Man könnte die Spedition schonmal erkunden gehen und sich mit dem Gelände vertraut machen.
Man könnte versuchen an Lena Daxenberger heranzukommen, eine Angestellte der Spedition, um weitere Informationen zu erhalten.
Letztlich entschied man sich dafür die gute Lena daheim aufzusuchen.

2. Szene Teil 1 – You let the wrong ones in

Man fuhr gemeinsam in den Stadtteil Schwabing zu einem Reihenhaus, von dem man wußte das die Frau drin wohnte. Die Fenster waren dunkel, allerdings merkte Francesca an, dass es vielleicht nur die Küche und dergleiche ist die zur Strasse hin sichtbar ist und man klingelte.

Ein Mann öffnete das Fenster im ersten Stock, und sah auf die Gruppe hinab.
Ein älterer Herr mit Mantel und graumelierten Haaren.
Eine Frau in einem eher dunklen viktorianischen Kleid und allgemeinen Stil.
Eine Frau in frühlingshafter Kleidung.
Eine Frau in Pantsuit mit pastellblauer Bluse.

Irritiert erkundigte er sich wer, die offensichtlich eher merkwürdige Gruppe, sei und was man wollte. Man gab sich als Kumpels von Lea aus, die mit ihr sprechen wollten. Er fragte bei dieser, in einem hinteren Zimmer nach, und meinte im groben das man ihn nicht veräppeln sollte.

Er fuchtelte mit einem Handy rum, als Imunar Blickkontakt fasste.
„Mach das Fenster zu, leg das Handy hin und komme runter uns die Tür aufmachen.“
Schmetterten die beherrschende Worte dem Ehemann in den Verstand und die Tür wurde geöffnet.

2. Szene Teil 2 – Küchenunfall

Man bekam Lea zu sprechen, und verlagerte das Gespräch mit dem Hinweis das es um ihren Job ginge, sowie vagen Andeutungen das dieser in Gefahr ist, ins Wohnzimmer.

Während sich die untoten Frauen mit der Lebenden in ein Gespräch begaben, erfuhr man das Lea eine kleine Familie mit zwei Kinder hat, und ihr Mann ging für die illustre Truppe Getränke hohlen. Imunar folgte ihm, für einen Schluck der anderen Art.

Kaum waren beide Männer in der Küche, packte Imunar den Ehemann und fing an zu trinken, und zu trinken, und zu trinken. Herrn Daxenberger fiel das Glas aus der Hand, während er von den Gefühlen des Vampirangriffs übermannt wurde.

Im Wohnzimmer vernahm man das klirren des zerschmetterenden Glas. Worauf Francesca umgehend aufstand und meinte, dass man wohl den Männern in der Küche helfen müsste und das sie sich dem gleich annehmen würde.

In der Küche angekommen, versuchte sie noch den Lasombra von seinem Opfer wegzureißen, scheiterte aber an der Kraft des Kämpfers und der des Tiers.

Die Hindsight sagt mir das „Beherrschung“ eine bessere Idee gewesen wäre.

Kurze Zeit später steht ein abwesend-glücklich grinsender Imunar vor ihr und eine leergenuckelte Leiche liegt am Boden. /Einmal Sabbat, immer Sabbat/, denkt sich die Giovanni vorurteilbehafteter Weise und beschließt einzugreifen.

Sie packt die Leiche, und in der besten Absicht die Todesursache anders erscheinen zu lassen als „rabider Blutverlust ohne Lache“ schmettert sie den Kopf des Vaters auf die Tischkante. Ein deutliches krachen ist zu vernehmen während die Leiche bedeutend schlimmer zugerichtet ausschaut.

Der Wurf waren 5 von geforderten 4 Erfolgen, allerdings ein „messy Critical“. Welche der Spielleiter nicht als „Ja, und“ oder „Ja, aber und“ auslegte sondern als Fehlschlag. Die Auslegung als Fehlschlag teile ich persönlich nicht, sondern behandele es als Erfolg mit „ABER“. Es ist jedoch okay.

2. Szene Teil 3 – Lasst uns über anderes sprechen

Man machte sich gerade in der Küche bekannt und fing über die morgige Lieferung an zu sprechen, die dafür Sorgen würde das Lea Überstunden und Nachtschicht schieben muss.
Als auf das Klirren deutlich mehr Krach heraus klang.

Die gute Lea wurde mit Awe und Entrancement davon abgehalten sich darüber allzu viele weitere Gedanken zu machen. Stattdessen entwarf man den Plan, wonach sie die Türen offen lassen würde, und mit der Anwesenheit der merkwürdigen Gestalten rechnen.

Das sie dafür die Schlüssel und die Koordination mit ihrem Ehemann benötigen würde, der würde sicherlich zustimmen und es sei kein Problem. Während den untoten Damen vielleicht schon dämmerte das die vormals glückliche Familie einen tragischen Todesfall erfahren hatte.

2. Szene Teil 4 – Verschlimmbesserung der nekromantischen Art…

Francesca warf einen Blick auf das zerbrochene Bier und den Umstand das da noch mehr Bier war, und entwickelte einen Plan, während Imunar noch benommen war.

Sie konzentrierte sich auf die Kraft ihres Blutes, griff nachdem Oblivion, und sog die schwärze und den Verfall durch sich hindurch und ließ ihn um sich greifen. Das Ziel war, das Bier ungenießbar zu machen, und zu erklären das .. vielleicht .. /Oh, er hat sich ein Bier geholt,… fing an zu röcheln,… dann stürzte er,… voran mit den Kopf auf die Kante,… tragisch/

Der Gedanke war noch nicht vollendet als der Verfall wie ein Tsunami des Niedergangs durch die Kücher schwappte. Das Bier war absolut jenseits von Gut und Böse, die Plfanzen eingegangen, die Notizen, der Küchenplan verweckelt, der Kühlschrank ein Massaker und über allem schwebte ein süßlicher Leichengeruch.

Ich habe meine Stufe 3 Disziplinskraft „Aura of Decay“ angeworfen und bei der Effektivität ordentlich Erfolge gewürfelt. Während ich der Überzeugung bin das die Kraft auch „kurz an, kurz aus“ geht und in Übersichtlichen Umfang, teilte der SL die Interpretation nicht.
Demhinzukommt, das man mit der Stufe 3 Disziplinskraft deutlich weniger als mit der Stufe 1 Disziplinskraft zum Leichenverschwinden machen kann. Gerade in der Auslegung.

Imunar wurde schlagartig wieder auf den Boden der nunmehr sehr fauligen Realität zurück geholt und war erschrocken. Sowohl aufgrund von Franzis Verwüstung, als auch von der Leiche, die da mit aufgerissenen Hals und kaputten Kopf lag.

In diesen Moment steckten zwei Kinder ihre Köpfer in die Küche und meinten sowas wie: „Daddy?!?“. Worauf sich beide Vampire mit einem „Vergesse!“ an die kleinen wandten und sie Richtung Wohnzimmer schoben.

Hecata & Lasombra Beherrschungsduett 😀

Die Kinder wandten sich um und bearbeiteten nun ihre Mutter.

2. Szene Teil 5 – Vielen Dank,… wir sind dann mal weg

Die Mutter begab sich mit den Kindern müde nach oben, ließ sich für den Plan vereinnahmen und wollte oben noch auf den Mann warten, bevor sie schlafen geht.

Die Toreador und Ventrue sahen mit entsetzen, ekel und wohl auch unverständnis das Küchenmassaker in voller Glorie. Wobei Francesca mit Plastikfolie, welche das altern überlebt hatte, die Leiche abpackte.

Man überlegte noch wie man die Küche in Stand bekommen würde, allerdings hatte Imunar den Gedanken den kriminellen Tatortreiniger den er kannte damit zu beauftrauen.

Er schlich sich zudem hoch, sackte das Telefon sowie die Schlüssel des Manns ein, und hinterließ Lea mit psyschischen Instruktionen „Wecke morgen die Kinder auf, gehe nicht in die Küche, geht auswärts Frühstücken und dann zur Arbeit“.

Auf dem Rückweg die Treppe hinunter, gab der der Hecata – als Tech-Expertin – das Handy und machte sich daran das herausschleppen der Leiche mit Schatten zu sichern.

Francesca wiederum setzte der Mord an dem Familienvater etwas zu, und sie entschied sich, sofern er als Wraith in den Schattenlanden existierte, ihm ggf. zu helfen. Dementsprechend schlich sie die Treppe hoch, um sich nach etwaigen Fesseln umzusehen, nachdem im Erdgeschoß nichts zu finden war.

Der Ehering der Witwe war verlockend, gerade kombiniert mit einer Sandman-Snack-Attacke, aber sie entschied sich das Leas Leiden groß genug war und so ging lediglich ein Foto eines Capri-Urlaub mit (Ahhhh Italien, die Sonne).

3. Szene – Zum Guten Ende

Die Gruppe aus vier Blutsgeschwister fuhr in die Nacht. Während die wenigsten von Francescas Idee sich mit dem Toten auseinanderzusetzen angetan zeigten, konnte man die Leiche immerhin den Hecata spenden. Eine Entsorgungsmethode die Francesca dem „im Wald verbuddeln“ deutlich vorzog.

Derweil grübelte man wohl noch selbst über die Nacht, die letzte wie die kommende nach. Wobei sich bei Imunar die Menschlichkeit meldete.

Lea wiederum, stand des Morgens auf, nahm die Kinder, und alle drei gingen im Pjyama frühstücken, bevor sie im eher ungewohnten Outfit nebst Kids auf der Arbeit auflief. Währenddessen verwischte der Tatortreiniger die Spuren der Schandtat, und es würde wohl aussehen, als sei der Mann vom Zigaretten holen nie wieder gekehrt…

Aktuelle Teile der Spielbericht-Reihe

[V5 Spielbericht] Hecata Diaries: Teil 1 – Bloody & Rotten

[V5 Spielbericht] Hecata Diaries: Teil 2 – Technicolor Necroscape

[V5 Spielbericht] Hecata Diaries: Teil 3 – Münchner Kulturschock

2 Gedanken zu „[V5 Spielbericht] Hecata Diaries: Teil 1 – Bloody & Rotten

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